Junger Mann gesteht Brandanschlag

Eppingen  Ein Streit in der Kneipe war offenbar der Auslöser für einen schweren Brandanschlag am 10. März in Eppingen. Laut Polizei hat ein 21-Jähriger gestanden, das Feuer nach einer Auseinandersetzung mit einem Wirt gelegt zu haben. Ermittelt wurde wegen versuchten Mordes und besonders schwerer Brandstiftung.

Von unserer Redaktion

Brandanschlag Eppingen
Im März wurde am Rande der Eppinger Altstadt ein Brandanschlag verübt. Foto: Nicole Theuer

"Frust und Alkoholkonsum" habe der junge Mann als Motiv angegeben, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Am frühen Morgen des 10. März hatte eine Passantin zufällig das Feuer in einem Wohnhaus an der Ecke Rappenauer Straße und Badgasse entdeckt. Die Feuerwehr war schnell zur Stelle und löschte den Brand.

Sechs Menschen, die im Haus schliefen, blieben unverletzt. Später entdeckten die Ermittler Brandbeschleuniger an der Hauswand. Nach Erkenntnissen einer Ermittlungsgruppe hat der 21-Jährige, der zur Tatzeit in Eppingen lebte, das Feuer gelegt.

Handgreiflichkeiten zwischen Besuchergruppen

Demnach war der mutmaßliche Täter Teil einer Gruppe, der während der Eppinger Kneipennacht in einer Kneipe mit anderen Gästen in Streit geriet. Dabei kam es auch zu handgreiflichen Auseinandersetzungen, die Polizei war vor Ort. Der Wirt verwies den 21-Jährigen und acht weitere der Gaststätte. Der junge Mann machte sich auf zum Wohnhaus des Kneipiers, um ihm "einen Schrecken einzujagen", wie er bei der Polizei ausgesagt habe. Er sei davon ausgegangen, dass der Wirt und seine Familie noch in der Gaststätte seien und sich niemand im Haus befinde. Außerdem habe er das brennbare Gemisch in einigen Abstand zum Haus entzündet.

Tatverdächtiger ist auf freiem Fuß

Aktuell befindet sich der 21-Jährige nach Angaben der Polizei nicht in Untersuchungshaft. Gegen die acht weiteren Personen der Gruppe wurde zudem ein Ermittlungsverfahren wegen Strafvereitelung eingeleitet. Sie stehen im Verdacht, bei den Vernehmungen gelogen zu haben.

 


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