Ittlinger entwerfen Zukunft ihrer Gemeinde

Ittlingen  Bürger reden mit: Der Prozess zur Entwicklung der Gemeinde Ittlingen mit einem Zeithorizont bis 2035 startet an diesem Mittwochabend. Von 19 Uhr an werden in der Festhalle zunächst Ergebnisse einer Umfrage präsentiert.

Von Alexander Hettich

Ittlinger entwerfen Zukunft ihrer Gemeinde

Der Verkehr wird sicher einThema in der Ittlinger Bürgerwerkstatt sein. Geplant ist seit Langem, die Landesstraße zu verlegen.

Foto: Archiv/Hettich

Wie sieht Ittlingen in 15 bis 20 Jahren aus? Welche Themen sind den Einwohnern besonders wichtig? All das soll beim Prozess zur Gemeindeentwicklung gemeinsam mit den Bürgern und einem Planungsbüro entwickelt werden. Zum Auftakt am Mittwochabend ab 19 Uhr in der Festhalle werden rund 200 Teilnehmer erwartet.

Arbeitsgruppen sind meist gefragt

"Man kann das gar nicht mehr hinter verschlossenen Türen machen", ist Steffen Niehues überzeugt. Der Stadtplaner arbeitet beim Stuttgarter Büro Reschl, das den Ittlinger Prozess begleitet. Sein Eindruck: Immer mehr Gemeinden setzten auf konsequente Bürgerbeteiligung, wenn es darum geht, die großen Leitlinien festzuzurren. Das Interesse der Bürger sei meist groß. "Wir haben in den Arbeitsgruppen mehr Nachfrage, als wir bedienen können." Die Arbeitsgruppen starten in Ittlingen mit der Zukunftswerkstatt erst am kommenden Montag ab 18 Uhr in der Festhalle. Zuerst geht es am Mittwochabend darum, die Ergebnisse einer Bürgerbefragung vorzustellen.

Verkehr wird sicher wichtiges Thema sein

"Daraus wird sich ergeben, was Wunsch der Bevölkerung ist", erwartet Kämmerer Steffen Salen klare Hinweise. Alle Ittlinger haben einen Bogen mit mehreren Dutzend Fragen bekommen und durften beurteilen, was gut läuft im 1500-Einwohner-Dorf, und wo es Verbesserungsbedarf gibt. Laut dem Büro Reschl lag der Rücklauf bei ordentlichen 39,5 Prozent. Das erhoffte repräsentative Meinungsbild dürfte sich also aus den Ergebnissen ablesen lassen. Verwaltung und Gemeinderat kennen den Tenor der Antworten bereits, halten sich vorab aber bedeckt. Kämmerer Salen rechnet damit, dass viele Ittlinger zum Auftaktabend am Mittwoch kommen werden. Platz ist für mehrere Hundert. Am Montag startet die eigentliche Diskussion mit den Bürgern in Arbeitsgruppen. Dann halten sich Verwaltung und Räte raus. "Die Bürger", so Salen, "sollen ganz offen ansprechen, was ihnen auf dem Herzen liegt." Dabei wird sicher der Verkehr eine Rolle spielen. Seit Langem ist geplant, die Landesstraße in der Ortsmitte zu verlegen - näher an die Gleise, weg von den Wohnhäusern. Aber das Spektrum ist breit gefächert, erwartet Steffen Niehues vom Stuttgarter Planungsbüro. "Das ist in jeder Gemeinde anders, und wir entwickeln individuelle Konzepte."

Für die Ittlinger ist es die Chance, bei der Entwicklung ihres Wohnortes ein gehöriges Wörtchen mitzureden. "Ich kann mich nicht erinnern, dass es das in dieser Form schon einmal gegeben hat", sagt Kämmerer Salen. Bis Herbst soll die Zukunftswerkstatt in ein Konzept münden.

Termine zum Start

Auftakt der Bürgerbeteiligung "Ideen: Ittlingen 2035" ist am Mittwoch, 13. Februar, ab 19 Uhr in der Festhalle. Dort starten am Montag ab 18 Uhr die Arbeitsgruppen. Anmeldung hierzu ist am Mittwoch möglich oder über info@ittlingen.de, Telefon: 07266 919112.

 


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