Gießkannen-Ärger in Steinsfurt

Sinsheim  Fehlende Gießkannen an Wasserentnahmestellen auf Friedhöfen sind ein Ärgernis - so auch in Steinsfurt. Im Sinsheimer Stadtteil gibt es noch ein weiteres Problem: Unbekannte haben die Gießrohre der Behältnisse abgesägt. Der Vorfall ist zu einem kleinen Politikum geworden.

Von Adrian Hoffmann

Steinsfurts Ortsvorsteher Rüdiger Pyck vermutet, dass Friedhofsbesucher die Gießrohre abgeschnitten hätten, weil zu wenig Wasser aus dem Rüssel gekommen sei. Allerdings geht damit das nächste Problem einher. „Jetzt passen die Gießkannen-Köpfe nicht mehr auf die Rüssel“, sagt Pyck.

Und weiterhin sei es für Friedhofs-Besucher ein Ärgernis, wenn die Gießkannen nicht an ihren angestammten Platz zurückgebracht würden. Es sei wohl so, dass manche älteren Friedhofs-Besucher die Kannen nicht mehr zurückbringen, weil sie sich „mit jemandem verschwätzen“ oder einfach „zu müde sind“, um die Behältnisse zurückzutragen.

Anstatt nun Pfandschlösser anzubringen, verfolgt der Steinsfurter Ortschaftsrat einen ganz pragmatischen Lösungsansatz. „Wir stellen ein Hinweisschild auf“, sagt Pyck. Er denke, so lasse sich das Problem vielleicht lösen. „Man muss ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.“

Zuerst hatte die Rhein-Neckar-Zeitung über das Friedhofs-Skandälchen berichtet.


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