Folienberg stört Siegelsbacher Gemeinderat

Siegelsbach  Die Siegelsbacher Firma Pakufol spricht von Ausnahme und verspricht, dass das Material in wenigen Wochen verschwunden ist.

Von Simon Gajer

Folienberg stört Gemeinderat

Hinter dem Zaun lagert Pakufol einen großen Berg Folie: In wenigen Wochen sei alles weiterverarbeitet, sagt der Geschäftsführer.

Foto: Simon Gajer

 

Das Siegelsbacher Unternehmen Pakufol steht bei einzelnen Gemeinderäten in der Kritik. Torsten Weidemann hakte im Gremium mal wieder nach, ob es denn schon ein Ergebnis wegen des großen Folienbergs auf dem Betriebsgelände gebe. Bürgermeister Tobias Haucap sicherte zu, das Thema anzusprechen, sobald er sich mit der Geschäftsführung trifft.

"In bis zu eineinhalb Monaten ist der Berg weg", sagte nun Geschäftsführer Peter Depner im Gespräch mit unserer Zeitung. Er warb um Verständnis, dass es sich dabei um eine reine Notsituation handele. Grund: Kurzfristig konnte Pakufol Folie eines anderen Unternehmens kaufen. "Es war relativ viel", erinnerte sich Depner. 30 bis 40 Lkw-Fahrten waren nötig, um die ganze Folie nach Siegelsbach auf einen Teil des ehemaligen Bundeswehrdepots zu schaffen, den Depner gekauft hat. Der Geschäftsführer hatte zugegriffen, den Rohstoff habe er zu einem "vernünftigen Preis" bekommen.

Geschäftsführer wehrt sich gegen Vorwürfe

Und für diese Menge reichten die überdachten Lagerflächen nicht aus. Denn überlicherweise lägen die Produkte nicht im Freien. "Sie werden nass, und wir müssen sie dann trocknen", betonte Peter Depner. Außerdem wehrte sich der Geschäftsführer gegen Vorwürfe, die Folie würde umherfliegen. Zum einen sei das Gelände eingezäunt, sodass Folie auf dem Grundstücke bliebe. Außerdem würden Mitarbeiter einmal die Woche auf dem Gelände unterwegs sein, um Material einzusammeln. "Im Wald liegt so gut wie keine Folie", sagte der Geschäftführer.