Erstes Teilstück des A6-Ausbaus fertiggestellt

Region  Zwischen Sinsheim und Wiesloch/Rauenberg gibt es jetzt mehr Platz auf drei neuen Fahrstreifen.

Von unserer Redaktion

Erstes Teilstück des A6-Ausbaus fertiggestellt

Dreispurig Richtung Mannheim: Ein erster Teilabschnitt der A6 zwischen Sinsheim und Wiesloch/Rauenberg ist fertiggestellt.

Foto: privat

 

Der erste Meilenstein zum sechsstreifigen Ausbau der A6 durch den privaten Autobahnbetreiber ViA6West ist geschafft: Ein 5929 Meter langes Teilstück der wichtigen Ost-West-Verbindung zwischen den Anschlussstellen Sinsheim und Wiesloch/Rauenberg ist in Fahrtrichtung Mannheim fertig.

Ab dem heutigen Donnerstag rollen die Fahrzeuge auf der ausgebauten Strecke in Richtung Mannheim auf drei Fahrstreifen. Auf Höhe der Autobahnbrücke bei Tairnbach verschwenkt der Verkehr nach rechts auf die neue dreistreifige Fahrbahn Richtung Mannheim.

Mehr Platz für den Verkehr in Fahrtrichtung Sinsheim gibt es ebenfalls noch dieses Jahr: Nach Abschluss verschiedener Arbeiten stehen für ihn dann auf dem Teilstück ebenfalls drei Fahrstreifen zur Verfügung - allerdings auf der alten Trasse. Diese wird nach der Bundesgartenschau Heilbronn ab Oktober 2019 komplett ausgebaut und soll Ende 2020 fertig sein.

Bauarbeiten auf ehemaliger Nordverbindung 

Begonnen hatten die aufwendigen Baumaßnahmen zum sechsstreifigen Ausbau im Frühjahr 2017 mit Rodungsarbeiten entlang der ursprünglichen Trasse. Diese stammt aus den Jahren 1964 bis 1968, als die A6 von Mannheim nach Heilbronn auf einer Gesamtlänge von 78 Kilometern als sogenannte Nordverbindung realisiert wurde.

Die neue, 5,9 Kilometer lange Richtungsfahrbahn Mannheim hat eine durchgehende Gesamtbreite von 14,50 Metern einschließlich Standstreifen und bietet damit gegenüber vorher deutlich mehr Platz für den Verkehr: Der Lkw-Fahrstreifen ist 3,75 Meter breit, die beiden Pkw-Fahrstreifen je 3,50 Meter.

Auch interessant: Baden-Württemberg ist ein Pendlerland und der Raum um Heilbronn und Hohenlohe so etwas wie eine Pendler-Hochburg

 

Auch die Anrainer profitieren vom Ausbau

Vom gehobenen Ausbaustandard der A6 durch den privaten Autobahnbetreiber ViA6West profitieren auch die Anrainer: Entlang des fertiggestellten Abschnitts sorgen Lärmschutzwände auf einer Länge von 2460 Metern für deutlich weniger Verkehrslärm - zusammen mit dem sogenannten Opa. Dieser offenporige Asphalt, umgangssprachlich besser bekannt als Flüsterasphalt, trägt zu einer zusätzlichen Geräuschreduzierung bei.

Der Spezialasphalt ist auf einer Länge von 3500 Metern in Höhe der Gemeinden Balzfeld und Dielheim eingebaut. Werden beim Asphaltbau größere Gesteinskörner und gleichzeitig weniger Bitumen verwendet, entstehen kleine Hohlräume zwischen den Steinen. Diese schlucken den Schall der Fahrgeräusche - daher Flüsterasphalt. Wenn es regnet, nimmt der Flüsterasphalt auch noch Wasser auf, das am Fahrbahnrand abfließen kann. Das verhindert große Gischtfahnen und verringert die Gefahr von Aquaplaning.

Der jetzt freigegebene Bauabschnitt hat eine Gesamtfläche von 85.970 Quadratmetern. 80.038 Tonnen Asphalt wurden eingebaut. 

>>Aktuelle Verkehrsnachrichten