Eppinger Gemeinderat steht geschlossen hinter Holaschke

Eppingen  Einhellig haben die Fraktionen im Eppinger Gemeinderat Klaus Holaschkes erneute OB-Kandidatur begrüßt. So groß war die Zustimmung, dass sich der eine oder andere beeilte, das Selbstverständliche zu betonen: Nicht die Räte wählen den OB, sondern die Bürger.

Rat steht geschlossen hinter Holaschke

Klaus Holaschke ist seit 2004 Oberbürgermeister in Eppingen. Am Dienstag hat er seine Kandidatur für eine weitere Amtszeit offiziell gemacht.

Foto: Alexander Hettich

Klaus Holaschke hat früh für Klarheit in eigener Sache gesorgt. Schon im Sommer 2018 hatte er im Gespräch mit unserer Redaktion angedeutet, dass er an eine dritte Amtszeit denkt.

Am Dienstag hat der Rathauschef, der seit 2004 an der Spitze der Verwaltung in der Kraichgaustadt steht, eine offizielle Erklärung abgegeben.Der 56-Jährige kandidiert bei der Wahl im Januar erneut. Dass der Amtsinhaber seinen Hut in den Ring wirft, wird auch auf der Stellenanzeige vermerkt sein, die im November veröffentlicht wird.

Dieser Hinweis ist in solchen Fällen üblich und soll Bewerbern helfen, ihre Chancen einzuschätzen. Geht es nach den Eppinger Stadträten, sind die Aussichten der Konkurrenz gering.

Fraktionen teilen mit, dass der OB für Bürgernähe steht

"Ist das schon Wahlbeeinflussung?", sinnierte SPD-Fraktionssprecher Hartmut Kächele, fast etwas beunruhigt angesichts der breiten Zustimmung, die auf Holaschkes Erklärung folgte. Die SPD stellte sich hinter Holaschke, in dessen Amtszeit sich "die Stadt hervorragend entwickelt" habe , so Kächele. Der Umgang mit den Bürgern sei die große Stärke des 56-Jährigen. "Er kennt jeden, ist der klassische Bürgermeister."

Die "großartige Entwicklung" der Stadt in den vergangenen Jahren sei auch Verdienst des OB, so Herbert Meixner von der CDU, während Jörg Haueisen (Freie Wähler) die gute Zusammenarbeit in den Gremien hervorhob. Holaschke sei bürgernah. "Kaum ein anderer kann den Begriff so für sich beanspruchen." Der OB leiste "hervorragende Arbeit", stimmte Peter Wieser in das Lob ein, auch wenn man nicht immer einer Meinung sei, so der Grünen-Stadtrat.

Auch der Baubürgermeister wird neu gewählt

So spricht vieles dafür, dass Eppingen mit dem aktuellen Tandem an der Spitze in die kommenden acht Jahre geht - mit Klaus Holaschke als OB und Peter Thalmann als Baubürgermeister. Die Beigeordneten-Stelle ist ausgeschrieben, bis diesen Freitag läuft die Frist. Bis Mittwoch war Thalmann der einzige Bewerber, der zudem die Unterstützung von drei der vier Fraktionen im Eppinger Gemeinderat genießt. Einzig die Grünen haben sich noch nicht abschließend positioniert und Peter Thalmann um ein Gespräch gebeten.

Der Bürgermeister stehe nicht gleichermaßen in der Öffentlichkeit wie der OB, man wolle sich über Positionen und Ziele austauschen, erläuterte Grünen-Stadtrat Peter Wieser am Dienstag. Anders als der Oberbürgermeister wird der Technische Beigeordnete mit Bürgermeister-Status in Eppingen vom Gemeinderat und nicht von den Bürgern bestimmt. Gewählt wird am 22. Oktober.

 


Alexander Hettich

Alexander Hettich

Autor

Alexander Hettich ist seit 2003 bei der Heilbronner Stimme. Er berichtet über den Kraichgau, Verkehr, Pendler und Themen aus benachbarten Landkreisen. 

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