Eppingen will seine Innenstadt beleben

Eppingen  Was zieht die Menschen ins Zentrum? Wie bewerten sie die Einkaufssituation und Parkplätze? Bürger können sich bis zum 10. November zur Innenstadtentwicklung äußern - die Onlinebefragung lief vielversprechend an.

Fachwerkstadt geht in die Offensive

Rathaus, OB Holaschke (Mitte) und HGV arbeiten bei der Befragung zusammen. Fotos: Ulrike Plapp-Schirmer

Die Stadt Eppingen will es ganz genau wissen. In einer groß angelegten Befragung von Händlern, Grundstückseigentümern und nun auch von Bürgern stellt sie Fragen zur Verbesserungen der Innenstadt.

Was zieht die Menschen ins Zentrum? Wie bewerten sie die Einkaufssituation, Erreichbarkeit und Parkplätze? Und wie soll die Verkehrsregelung in der Brettener Straße künftig aussehen? Hier stehen genau vier Punkte zur Auswahl:

- Keine Schließung.

- Zeitweise Schließung von Freitag, 20 Uhr, bis Sonntag, 24 Uhr.

- Zeitweise Schließung von Samstag, 15 Uhr, bis Sonntag, 24 Uhr.

- Dauerhafte Schließung.

Teamwork 

Stadtverwaltung und Handels- und Gewerbeverein (HGV) arbeiten hier Hand in Hand. Dabei geht es nicht nur um die Brettener Straße. Es gehe vielmehr um die Gesamtstadt und auch "um die Frage, was gut und was schlecht läuft", so Modehändler und HGV-Mitglied Oliver Spiess. "Wir wollen realistische Zahlen haben, um auch realistische Maßnahmen zu diskutieren", erklärte Klaus Holaschke. Da dürfe es nicht an einer Stellschraube scheitern, an der man hätte drehen können.

Rahmenbedingungen schaffen

Fachwerkstadt geht in die Offensive

Viel Herzblut stecken der Eppinger Handel und die Stadtverwaltung in die Belebung der Innenstadt. Auch an trüben Tagen soll es sich lohnen, dort einkaufen oder essen zu gehen.

Mit der Befragung wolle man in die Bürgerschaft hineinhören, dann aber auch Konsequenzen ziehen. Für den Handel muss das möglichst schnell gehen. Die Verwaltung denkt in etwas längeren Zeiträumen. Aber: "Wir können die Rahmenbedingungen schaffen", sagte Holaschke. Die Rahmenbedingungen, damit die Menschen gerne zum Einkaufen, Bummeln und Verweilen nach Eppingen kommen - und Handel und Gastronomie auch auf Dauer bestehen können.

Eppingen will die Chancen, die sich aus der Gartenschau ergeben, nutzen, damit Besucher auch nach dem Großereignis 2021 gerne in die Fachwerkstadt kommen. Holaschke bemüht sich derzeit außerdem, dass die Stadt Mittelzentrum wird. Man habe einen Einzugsbereich von 60.000 Menschen, betonte er. 40.000 Euro setzt Eppingen für die Studie. Die Händler wurden bereits befragt.

Straßen-Interviews auch in den Ortsteilen

Bis 10. November können nun Bürger online Fragen beantworten. Qualifizierte Mitarbeiter der Imakomm-Akademie aus Aalen strömen parallel dazu aus, um Menschen auf der Straße zu interviewen. Und zwar nicht nur in der Kernstadt, sondern auch in den Ortsteilen und in angrenzenden Gemeinden.

Verwaltung und Händler erhoffen sich belastbare Aussagen. Der Prozess sei völlig offen, betonen die Beteiligten mehrmals. Am 27. September ging es los. Etwa 250 Fragebögen kamen schon zurück. Mindestens 400 strebe man an, sagte der Eppinger Wirtschaftsförderer Marcel Gencgel: Aber "jede weitere Rückmeldung bringt mehr Klarheit".

Die Beteiligung der Händler sei hoch, sagte Klaus Holaschke. Deren Meinungen werden aber nicht veröffentlicht, so lange die Bürger befragt werden. Diese sollen sich möglichst unbeeinflusst äußern. "Es wird schon viel richtig gemacht", betonte Einzelhändler Oliver Spiess. Was man besser machen kann: In diese Diskussion kann sich ab sofort jeder einbringen.

Hier geht es zur Umfrage

Wer an der Onlinebefragung zur Eppinger Innenstadt teilnehmen will, kann das noch bis Sonntag, 10. November, im Internet tun unter www.soscisurvey.de.

Die Abfrage ist anonym und dauert nur wenige Minuten. Durchgeführt und ausgewertet wird die Befragung von der Imakomm-Akademie in Aalen.

 

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