Das Bad Rappenauer Bikini-Museum feiert Richtfest

Bad Rappenau  In der Silvesternacht wird in Bad Rappenau das erste Bikini-Art-Museum der Welt eingeweiht: Es will die Geschichte der Bademoden auf einzigartige Weise erzählen. Beim Richtfest konnten Besucher einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Von Ulrike Plapp-Schirmer

Bikini-Museum feiert Richtfest

Freuen sich auf die Eröffnung des Bikini-Art-Museums in Bad Rappenau: Alexander Ruscheinsky (Zweiter von rechts) und ein Teil seines Teams.

Foto: Ulrike Plapp-Schirmer

Wenn das Bikini-Art-Museum im Bad Rappenauer Gewerbegebiet Buchäcker in der nächsten Silvesternacht eröffnet wird, dürften die Temperaturen kaum höher sein als Anfang Mai.

Alexander Ruscheinsky, Autohofbesitzer aus Regensburg und Spiritus Rex des ehrgeizigen Projekts, ist das egal: "Das Museum soll wetterunabhängig Urlaubsfeeling vermitteln", sagt er. Der Rohbau lehnt sich an das bestehende Best Western an: Über dem Museum werden derzeit 50 neue Hotelzimmer gebaut.

Beim Richtfest und einem öffentlichen Teil am Nachmittag hatten Besucher nun erstmals Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Der neue Hoteltrakt soll schon im September in Betrieb gehen. Das Best Western verfügt dann über knapp 100 Zimmer.

"Eine gute Ergänzung an das kulturelle Angebot" nennt der Bad Rappenauer Oberbürgermeister Sebastian Frei das Bikini-Art-Museum, für das der Innenausbau gerade anläuft. Dass für Bademoden ein eigenes Museum entsteht, hält Frei für eine pfiffige Idee. Alexander Ruscheinsky hat an der A 6 den richtigen Standort für sein Herzensprojekt gefunden.

Bad Rappenau: Haupstadt der Bademoden

Bad Rappenau hat er kurzerhand zur "Hauptstadt der Bademode" erklärt. Dort entsteht laut Ruscheinsky das "weltweit erste Museum, das sich der Geschichte der Bademode widmet". Sechs eigens angestellte Fachleute arbeiten derzeit an der Umsetzung des Konzeptes. Die ersten Exponate sollen im Herbst aufgestellt werden.

Das Konzept für das Bikini-Art-Museum vermarktet Alexander Ruscheinsky weltweit: "Die Standorte befinden sich an weltberühmten Stränden wie der Copacabana (Rio de Janeiro), dem Miami Beach (Miami), dem Venice Beach (Los Angeles) und der Côte d"Azur (St. Tropez) oder in High-Fashion Metropolen wie Tokio, Paris, Hong Kong, Sydney, Dubai oder New York", heißt es auf der Website.

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Bademoden aus den 50ern und 60ern werden gezeigt

Gebaut wird überwiegend mit regionalen Handwerksbetrieben. Das Museum knüpft an Bad Rappenau nicht nur als Kurstadt an. Bis 1983 hat dort die Firma Benger-Ribana produzierte. Einige Bademoden-Modelle aus den 50er und 60er Jahren stellt das städtische Archiv dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung.

Historisches wird dort spannend und unterhaltsam aufbereitet. Ganze Bikini-Sammlungen werden in Szene gesetzt, Fotos und Gemälde gezeigt, die größte, zehn Meter hohe Bikini-Figur der Welt wird schließlich weithin sichtbar auf dem Dach montiert.

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Im Erdgeschoss zieht der Systemgastronom "Dean and David" ein. Zwei Engel markieren den Eingang zum Museum. Aus dem Untergeschoss ragt der Nachbau des Eiffelturms heraus. Lebensgroße Figuren prominenter Personen hat die bayerische Künstlerin Marielle Rüb angefertigt: "Wir haben sogar einen Donald Trump in Bad Rappenau", sagt Alexander Ruscheinsky schmunzelnd. Und er fügt an: "Meine kühnsten Träume werden noch übertroffen." Mit Spaß ist er hier bei der Sache. Seine Exponate hat er auf der ganzen Welt zusammengetragen. "Es wird kein langweiliges Museum", verspricht Alexander Ruscheinsky: "Da ist richtig Action drin."

 


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