Besondere Tierliebe: Bonfelderin unterstützt Tierheim auf Kreta

Bad Rappenau  Ein Tierheim auf Kreta ist Elke Hein sehr ans Herz gewachsen. Seit zwei Jahren verfolgt die Bonfelderin im Internet, wie es den Tieren in Takis Shelter geht. Zu ihrem Geburtstag erfüllt sie sich nun einen Herzenswunsch.

Von Simon Gajer
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Elke Hein ist begeistert. Das Engagement des Griechen, der ausgesetzte und verwahrloste Tiere pflegt, sie aufpäppelt und vermittelt, berührt die Bonfelderin sehr. Sie verzichtete deshalb sogar auf Geschenke zum 50. Geburtstag. Stattdessen bat sie Freunde und Verwandte, Geld für das Projekt zu geben, das auf Unterstützung angewiesen sei.

2500 Euro kommen bei Spendensammlung zusammen

„Es haben sich alle daran gehalten.“ Sogar bei einem Tierarzt stellte sie eine Spendendose auf. Elke Hein freut sich noch immer über die Summe, die sie persönlich in Kreta überreichte: 2500 Euro. „Damit habe ich nicht gerechnet.“ Der Grieche auch nicht. „Er war begeistert“, berichtet die Bonfelderin nach ihrem Besuch. Von einer Handelskette erhielt sie außerdem Tierspielsachen, die sie vorbeibrachte.

Transparent Takis, wie der Grieche nur genannt wird, fasziniert Elke Hein. Das wird im Gespräch sehr schnell deutlich. Voller Begeisterung berichtet sie über sein Leben in einer kleinen Hütte, weil er für die Tiere da sei.

Sie erzählt davon, wie er streunende Tiere auf Müllhalden findet . „Ich finde toll, was er macht.“ Alles sei transparent, betont sie. So veröffentliche Takis unter anderem die Rechnungen für Tierärzte, Futter und Zäune.

Besonderes Erlebnis mit zwei Rottweilern

Es ist aber auch der Umgang mit den Tieren, der ihr nahegeht. Sie spricht mit Bewunderung darüber, wie die Hunde nach einer Zeit bei Takis auf Menschen zugehen. Als sie die Spende vorbeibrachte, schauten zwei Rottweiler neugierig an ihrem Ehemann Paolo Viroli auf. „Sie buhlten um Liebe und wollten gestreichelt werden.“

Mehrere englischsprachige Medien erzählten schon Takis’ Geschichte, der seinen Zahnarzt-Beruf aufgeben und mehrere Hektar gekauft habe, um sich dort um die Tiere kümmern zu können.

Die Bonfelderin erlebt sehr emotionale Stunden auf Kreta

Regelmäßig informiert er im Internet über die Entwicklungen, und so wurde die Bonfelderin auf ihn aufmerksam und verfolgt seither intensiv, wie es auf Kreta vorangeht. Für die Tierliebhaberin waren es sehr emotionale Stunden, die sie im Tierheim auf Kreta erlebte.

Eigentlich wollte sie nur einmal vorbeischauen. Dann fragte sie ihren Mann: „Können wir nochmal hingehen?“ Den Griechen will sie weiterhin unterstützen und überlegt, ob sie ihm freiwillige Helfer vermitteln kann. Natürlich haben auch bei Elke Hein manche Bekannte nachgefragt, warum sie nicht Tierheime in der Nähe unterstütze, die auch voller Tiere seien. Jeder überlege sich halt selbst, wen er fördern wolle, begründet die Bonfelderin ihre Hilfe.

 


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