Selbstläufer Römersee

Bad Rappenau - Hunderte Fans, zwei Dutzende Bands: Das Römersee-Festival war ein Erfolg. Das Festival, das nur liebevoll „Das Römersee“ genannt wird, ist zum Selbstläufer geworden. Werbung? Auf die verzichten die Organisatoren schon eine ganze Weile.

Von Simon Gajer


Bad Rappenau - Hunderte Fans, zwei Dutzende Bands auf zwei Bühnen: Das Römersee-Festival übers Wochenende war ein Erfolg.
 
 



Das Festival, das nur liebevoll „Das Römersee“ genannt wird, ist zum Selbstläufer geworden. Werbung? Auf die verzichten die Organisatoren des Römersee Kulturvereins schon eine ganze Weile, sagte Vereinsmitglied Johannes Hofstetter, der fürs Sponsoring zuständig ist. Sie wollen vermeiden, dass das Gelände bei Bad Rappenau Zimmerhof überfüllt ist. Doch auch ohne Werbung: Es spricht sich herum, wo man sein muss, um zwei abwechlungsreiche Abende bei Musik zu erleben. Mittendrin zum Beispiel Adrian Rickert: Die Atmosphäre ist gut, erzählte er.

Das Open-Air entwickelt sich zum Treffen der Generationen. Ältere und Jüngere kommen wie selbstverständlich in den Bad Rappenauer Teilort. An den beiden Tagen fand man rustikal Gekleidete ebenso wie Gäste, die schöne Jeans und Make-up tragen. Das Römersee: Es ist Kult. Es ist Abwechslung.


"Alles passt"

So rappten am Freitag die Musiker von Enzojin & Dennis P. aus Bad Rappenau, danach übernahmen die folk-angehauchten Musiker von Bakad Kapelye mit Geige, Saxofon und Akkordeon die Bühne. Erstmals in Europa: Die Band The Flying Eyes aus dem amerikanischen Baltimore. Die vier Jungs touren gerade durch Europa, um ihre Platte vorzustellen. Ihr erster Eindruck: „Alles passt“, sagte Schlagzeuger Elias Schutzman zu stimme.de.

Samstags standen Liquid Kitty aus Heilbronn auf der Bühne. Aus derselben Stadt: die Musiker Linchpin. Die waren froh, dabei zu sein: Schließlich hatten sie sich wie alle anderen Musiker auch bewerben müssen. In die enge Wahl zu kommen, gleich fast schon einem Glücksgriff. Die zweitägige Veranstaltung ist bei Bands beliebt. „Wir kriegen in der Regel zwischen 150 und 200 Bewerbungen rein“, verriet Johannes Hofstetter. „Wir versuchen, eine gute Mischung hinzubekommen, damit für jeden etwas dabei ist.“ Das Festival kostet übrigens 20.000 Euro. Und das alles bei freiem Eintritt.


>>Näheres im Internet unter www.roemersee.de.

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