Mühlbach verharrt im Funkloch

Eppingen  Eppingen - Ein unrühmliches Kapitel um den Mobilfunk-Ausbau in Mühlbach findet am Dienstag im Eppinger Gemeinderat voraussichtlich sein vorläufiges Ende.

Von unserem Redakteur Alexander Hettich

Mühlbach verharrt im Funkloch

Die Ansiedlungspläne von O2 hatten 2011 für heftige Proteste in Mühlbach gesorgt. Kritiker fürchteten Gesundheitsgefahren für Schüler und Kindergartenkinder in unmittelbarer Nachbarschaft.

Foto: Archiv/Hettich

Eppingen - Ein unrühmliches Kapitel um den Mobilfunk-Ausbau in Mühlbach findet am Dienstag im Eppinger Gemeinderat voraussichtlich sein vorläufiges Ende. Die Verwaltung schlägt dem Gremium vor, den Anbieter O2 mit rund 13.000 Euro zu entschädigen und damit den Vertrag über eine Antenne auf dem Rathausturm aufzulösen.

Die Pläne hatten heftige Bürgerproteste ausgelöst, die jetzt besänftigt sind. Das Grundproblem bleibt: "Mühlbach hat den schlechtesten Empfang aller Stadtteile, sieht Ortsvorsteher Frieder Fundis weiter Handlungsbedarf.

Fundis Wunsch für die Sitzung am Dienstag ist klar: "Ich wäre froh, wenn sich der Betreiber ohne größeren Ärger zurückzieht." Voraussetzung ist, dass der Rat den Kurs der Verwaltung mitgeht und rund 13 500 Euro überweist. Diese Summe fordert das Unternehmen Telefonica, Betreiber des O2-Netzes, um seine Kosten zu decken.

Im Frühsommer 2011 waren Arbeiter angerückt, um wie mit der Stadt vereinbart eine Antenne im Türmchen des Rathauses einzubauen. Aufgebrachte Mühlbacher blockierten die Zufahrt zum Hof, die Arbeitskolonne rückte wieder ab. Um die Stimmung nicht weiter anzuheizen, verhängte die Stadt einen Baustopp. Die jetzt geforderte Entschädigung bezieht sich der Ratsvorlage zufolge auf Handwerkerrechnungen und Kosten für die Auftragsvergabe.


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