Kleiner Sponsor zieht großes Los

Bad Rappenau - Es ist ein Traumlos, das der Sechstligist, die Spielvereinigung Neckarelz, gezogen hat. David gegen Goliath heißt es am Sonntag, 17.30 Uhr, beim DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern München in der Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim. Ausverkauft. 30 000 Menschen fiebern dem Spiel entgegen. Einer davon heißt Alexander Freppan, Einzelhändler aus Bad Rappenau.

Von Ulrike Plapp-Schirmer
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Kleiner Sponsor zieht großes Los
Als Sponsor der SpVgg Neckarelz hat auch Alexander Freppan das große Los gezogen.Foto: Ulrike Plapp-Schirmer

Bad Rappenau - Es ist ein Traumlos, das der Sechstligist, die Spielvereinigung Neckarelz, gezogen hat. David gegen Goliath heißt es am Sonntag, 17.30 Uhr, beim DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern München in der Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim. Ausverkauft. 30 000 Menschen fiebern dem Spiel entgegen. Einer davon heißt Alexander Freppan, Einzelhändler aus Bad Rappenau. Sponsor der SpVgg Neckarelz.

Reingestolpert

„Kurios“ nennt er die Geschichte, wie er zur Spielvereinigung Neckarelz kam. Der Jugendtrainer hatte eigentlich wegen Trainingsanzügen angefragt. „Das war eine Woche vor der Auslosung“, erinnert sich der 32-Jährige. Da konnte noch keiner wissen, dass der Verbandsligaerste Neckarelz auf den Deutschen Vizemeister Bayern München treffen würde. Insofern hat auch Alexander Freppan als Geschäftsmann ein Traumlos gezogen, „wir waren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz“, sagt er sachlich. Sein Name war bei der Auslosung und bei Pressekonferenzen zu sehen, er und sein Team haben die Organisation der Fan-Artikel übernommen, von denen am Sonntag sicher ein paar verkauft werden. Dafür hat er in den zurückliegenden Wochen aber auch täglich acht Stunden in die Vorbereitung gesteckt.

Spannend

„Wir mussten im Vorfeld sehr viel abklären“, erzählt Alexander Freppan. Mit dem DFB, mit den Bayern. Zum Beispiel: Ob die Trainer in der Coachingzone die gleiche Farbe tragen dürfen wie die Spieler auf dem Platz? Die Verwendung des Bayern-Logos auf Fanschals und T-Shirts musste genehmigt werden. Die Frage, in welcher Farbe die Bayern spielen, verlangte nach einer Antwort, denn die Bayern tragen wie die Neckarelzer normalerweise Rot. „Fußballverrückt sind wir natürlich alle“, sagt Freppan über sich und seine Mitarbeiter. Deshalb empfindet er die Zeit, die hinter ihm liegt, vor allem als interessant und spannend. Als intensives Erlebnis. Zeitweise auch nervenaufreibend. Denn nicht immer hatte er gleich beim ersten Mal den richtigen Ansprechpartner am Apparat. „Was da auf mich zukommen würde, habe ich im Vorfeld nicht gewusst.“ Auch nicht, dass er plötzlich mit Prominenten wie dem ehemaligen Bayern-Spieler Hansi Pflügler zu tun haben würde. Pflügler ist beim Rekordmeister für Fanartikel und die Genehmigung des Wappens zuständig. „Am Anfang denkste, hoppla, wen hab' ich denn da am Telefon. Aber dann merkt man, dass das ganz normale Leute sind.“

Chance genutzt

Bei allem Stress - Freppan würde es wieder tun. „Wir unterstützen den Verein natürlich auch, wenn er weiterkommt“, betont er. Wenn also passiert, was die Bayern sich auf keinen Fall leisten können, wenn Neckarelz die Bayern mit einem 2:1 vom Platz fegt wie 1974 der VfB Eppingen die Profis vom Hamburger SV. „Nichts ist unmöglich“, meint Alexander Freppan.


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