Das Stadtkarree wird fünf Jahre alt

Bad Rappenau  Bad Rappenau - Fünf Jahre nach der Einweihung hat das Stadtkarree zwischen Bahnhof und Bad Rappenauer Innenstadt nichts an seiner Attraktivität verloren."Das Stadtkarree ist eine große Bereicherung", lautet das Fazit von Oberbürgermeister Hans Heribert Blättgen.

Von unserem Redaktionsmitglied Anna Gögelein
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Das Stadtkarree wird fünf Jahre alt

"Für viele ist das ein Ort, um die Seele baumeln zu lassen."

Lilli Schwenk

Bad Rappenau - Man kann sich’s kaum mehr vorstellen: Aber da, wo heute das Herz der Bad Rappenauer Innenstadt schlägt, war jahrelang nichts als ein trister Schotterparkplatz. Heute vor fünf Jahren wurde das Stadtkarree eingeweiht: "Eine große Bereicherung", lautet das Fazit von Oberbürgermeister Hans Heribert Blättgen. Der Publikumsverkehr zwischen Rathaus und Bahnhof hat sich erhöht. Die Anlage ist eine Symbiose aus Einkaufen und Wohnen. Ein Lob spricht Blättgen dem Heilbronner Investor Joachim Kruck aus, der das Projekt vor mehr als fünf Jahren mit viel Gespür vorantrieb: Bis auf eines sind noch alle Geschäfte der erste Stunde dabei.

Treffpunkt

Dank eines frei gewordenen Ladens konnte sich die Neckarsulmer Bäckerei Härdtner relativ früh vergrößern. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass das Café so gut angenommen wird", sagt Juniorchefin Stefanie Härdtner. Treffpunkt für Einheimische, Kurgäste und Reisende sei ihr Café.

 

 

Auch Jörg Huster sieht in dem kupferroten Bau die ideale Lösung für die Stadt und sein Familienunternehmen Indrink. Mit dem Invino hat er eine gut gehende Vinothek etabliert. Ihn freut, dass bei der Vermietung Einzelhändler unterstützt worden waren. Allein beim Parken könne man ab und zu Engpässe beobachten, "aber das zeigt, dass das Angebot angenommen wird".

Ähnlich urteilt Annette Messmer, Inhaberin von Carréoptik. "Manche wollen direkt vor der Türe parken." Die Augenoptikermeisterin ist froh, den Schritt ins Stadtkarree gewagt zu haben. "Wir wurden gut aufgenommen."

Lilli Schwenk, Inhaberin des Haushaltswaren- und Geschenkartikelgeschäfts Lebensart, ist dankbar für "die Eins-A-Lage. Ich bin von Null gestartet und gerne als Händlerin hier." Für viele sei dies ein Ort, "um die Seele baumeln zu lassen". Gleichzeitig merke man, dass sich mit der Eröffnung die Kundenfrequenz mehr aus der Innenstadt wegverlagert habe.

Da erkennt Frank Bauer, Inhaber des gleichnamigen Modehauses und einer Filiale im Stadtkarree, einen Zusammenhang mit der Belegung von Ladenflächen. "Rund ums Rathaus gibt es zum Beispiel einige Beratungsgeschäfte". Deren Attraktivität sei nicht vergleichbar mit Einkaufsläden oder Cafés, sodass ein wenig der Gegenpol zum Stadtkarree fehle. Das kleine Einkaufszentrum beurteilt er positiv als "architektonisch gelungene Erweiterung der Innenstadt".

Kundenfrequenz

Über die gesteigerte Attraktivität der Stadt freut sich der örtliche HGV. Der Vorsitzender Oliver Philipp beobachtet, dass sich die Kundenfrequenz in Richtung Bahnhof verlagert. Verschoben habe sich auch das Interesse am zentrumsnahen Wohnen im Alter, erklärt Hugo Schleicher, Geschäftsführer der Sozialstation, die 36 Wohnungen im Stadtkarree betreut. In weiteren leben Familien.

"Es gibt eine Warteliste für die betreuten Wohnungen", zieht Schleicher nach fünf Jahren für den Wohnkomplex eine positive Bilanz. Der Wohnort sei so gefragt, weil Menschen mit eingeschränkter Mobilität wichtige Geschäfte in unmittelbarer Umgebung vorfinden.


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