Aufbau für Römersee-Festival läuft

Bad Rappenau  Bad Rappenau - 4000 bis 5000 Leute und 25 Bands werden kommendes Wochenende an zwei Tagen beim Römersee-Festival erwartet. Bis dahin hat das Organisationsteam aber noch einiges zu tun.

Von unserer Redakteurin Ulrike Plapp-Schirmer

Römersee-Festival
Noch genau eine Woche, dann kommen bis zu 5000 Besucher zum Römerseefestival. Das Orgenisationsteam freut sich schon. Foto: Ulrike Plapp-Schirmer
Bad Rappenau - Ein Windstoß fährt ungestört in die Sträucher. Der See ruht, bis auf ein paar Libellen, die sich gegenseitig jagen, und die Wasserläufer, faszinierende Geschöpfe, die spazieren gehen. Ein Angler hat sein Lager aufgeschlagen und zwei Ruten ins Wasser gehängt. Hundert Meter weiter ziehen Golfer ihre Runde.

Es ist Samstagnachmittag. Kein Grund zur Hektik. Und das Wetter ist ein Genuss. Noch genau eine Woche, dann heizen hier "25 Acts" bis zu 5000 Besuchern richtig ein. Genau, sagt Lea Hofstetter, könne man nicht sagen, wie viele zum zweitägigen Römerseefestival am Freitag und Samstag, 17. und 18. August, kommen. Denn der Eintritt ist frei. Auch das ist eine Besonderheit dieser kleinen, aber feinen Veranstaltung an diesem idyllischen Ort.

Bloß nicht zu viel Werbung!

"Wir wollen nicht weiter wachsen", sagt Hannes Hofstetter, Leas Bruder. Christian Häringer ergänzt: "Wir fahren das eher zurück." Es sind schon genug Insider bei diesem Geheimtipp-Festival. Wenn es dieses Mal so werde wie in den zurückliegenden Jahren, sei es gut. Ein Festival, das die 6000-Besucher-Marke knackt, bekomme man nicht mehr so leicht in den Griff, sagt Hannes. Christian fürchtet, dass dann auch der Charme verloren geht.

Und Charme hat das Römerseefestival. Allein schon die Lage. Die Bands spielen hier für eine Gage, die sich die Veranstalter auch leisten können. "Sonst wären wir nicht mehr hier", sagt Christian. Logisch. Draufzahlen will und kann keiner aus dem etwa 20-köpfigen Organisationsteam.

Der harte Kern des Römerseevereins leistet die organisatorische Arbeit, ab März geht's richtig zur Sache. Bewerbungen sichten, mit Agenturen verhandeln, Material zusammen trommeln, Programm basteln, Bands anrufen, "das ist dann mit einem Anruf meistens nicht getan", sagt Lea lachend.

Urlaub nehmen für den Aufbau

Und dann ist da der Aufbau, für den diejenigen, die schon im Beruf stehen, Urlaub nehmen. Seit Samstag läuft er, Zelt um Zelt, Jurte um Jurte. In den sieben, acht Jahren, die der Verein nun existiert, habe sich sowas wie Routine eingestellt. Jeder wisse, wo er hinlangen muss. Etwa 30 bis 40 Helferinnen und Helfer kommen beim Festival selbst noch dazu.

"Manche melden sich spontan", erzählt Lea. Vom Schüler bis zum Arbeiter sind ganz unterschiedliche Leute hier aktiv. Und die Eltern kommen zum Zuschauen. Schlagzeuglehrer Matthias Lentz, zum Beispiel. Er ist Gründungsmitglied, sein Sohn gehört zum aktuellen Organisationsteam.