A6 erhält bei Bad Rappenau eine Hilfsbrücke

Bad Rappenau - Der Vollausbau der Autobahn 6 zwischen Sinsheim-Steinsfurt und Bad Rappenau auf sechs Spuren schreitet voran. Während der Arbeiten soll eine Autobahnspur über eine Hilfsbrücke geleitet werden.

Von Gabriele Schneider



Bad Rappenau - Der Vollausbau der A6 zwischen Sinsheim-Steinsfurt und Bad Rappenau auf sechs Spuren kommt in Schwung. Autofahrer, die derzeit die Kreisstraße K2142 zwischen Kirchardt und der Kurstadt benutzen, können sich an der Autobahnbrücke ein Bild davon machen, wenn sie an der Baustellenampel mit den kurzen Rotphasen halten.

Mit einem schweren Bagger bewegten diese Woche Bauarbeiter der Oggelshausener Firma Hämmerle-Bau lange Metallteile. denn neben der eigentlichen Brücke entsteht derzeit eine Hilfsbrücke, über die während des Ausbaus eine Autobahnspur geleitet werden soll.

Stau vermeiden

Ziel von Maßnahmen wie dieser sei es, die bisherige Anzahl von „fünf Fahrspuren während der Bauphase benutzbar zu halten und somit die Leistungsfähigkeit der Autobahn aufrechtzuerhalten“, erklärt David Bösinger vom Regierungspräsidium in Stuttgart. Zur Optimierung des Verkehrsflusses wird die bestehende Richtungsfahrbahn Mannheim provisorisch verbreitert. In der Gegenrichtung wird der endgültige Querschnitt geringfügig breiter ausgeführt.

Die Metallteile, die die Bauarbeiter jetzt bei Kirchardt ins Erdreich getrieben haben, sind Spundwände, die als Auflage für die Hilfsbrücke dienen und diese stabilisieren. Sie sind bis zu elf Meter lang und wiegen bis zu 1 350 Kilogramm, berichteten Bauführer Emil Kopp und seine Mitarbeiter. Mit den Vorarbeiten zum Ausbau der A6 war schon im vergangenen Spätsommer begonnen worden. Seinerzeit wurden die Entwässerungsleitungen für Niederschlagswasser auf der Autobahn gebaut.

Wasserbecken

Außerdem sind seitdem Regenrückhalte- und -klärbecken gebaut worden: Die Anlage „Fürfelder Bach“ im nördlichen Ohr der Autobahnabfahrt Bad Rappenau und „Treschklinger Bach“ an der Kreisstraße zum Bad Rappenauer Nachbarort.

Wenn der Vollausbau abgeschlossen ist, stehen den Autofahrern sechs Spuren und zusätzlich zwei Standstreifen zur Verfügung. Vielen Menschen sei gar nicht bewusst, wie wichtig Standstreifen gerade auf hoch frequentierten Autobahnen seien, so Bösinger.

Schnelles Durchkommen

Etwa um Krankenwagen oder Fahrzeugen der Pannenhilfe im Falle eines Unfalls ein schnelles und sicheres Durchkommen zu ermöglichen. Auch defekte Fahrzeuge könnten beim Warten auf Hilfe auf den Standstreifen geschoben werden und würden somit den fließenden Verkehr nicht mehr als unbedingt notwendig behindern.

Parken an den Rastanlagen

Auch an den Tank- und Rastanlagen Kraichgau soll sich im Zuge des A6-Aubaus einiges tun. An der Rastanlage Nord wird es 136 Pkw-Stellplätze geben, bei der Anlage Süd 153. Deutlich verbessert wird die Situation für Lkw: Statt bisher 36 gibt es künftig 288 Brummiplätze.



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