250 Gramm Wurst pro Esser

Landfrauen erfahren, wie leckere Platten angerichtet werden

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Guten Appetit: Die Eppinger Landfrauen haben sich neulich darüber informiert, wie man leckere Wurst- und Käseplatten anrichtet. Auch mit belegten Brötchen haben sie sich beschäftigt.

Foto: Elke Schulig

Wie man kalte Platten professionell richtet, das führte Bettina Höfle zusammen mit ihrer Assistentin Sabine Blumowski, einer Auszubildenden im dritten Lehrjahr, den Landfrauen im Vereinsheim vor.

Bettina Höfle startete gleich mit ein paar Ratschlägen zum Einkaufen der Ware: Bei Wurst rechnet man pro weiblichem Gast mit 150 bis 200 Gramm, Männer essen ein bisschen mehr: Ihnen sollte man 250 Gramm bereitlegen. Bei Käse sind es 75 Gramm, bei Brot 100 Gramm pro Person. Zwei Kinder ab vier Jahren zählen als eine Person.

Von der Theorie zur Praxis: Beim Richten einer Wurstplatte startet man am oberen linken Rand. Man beginnt mit den großen Scheiben wie Schinken und legt abwechselnd helle und dunkle Wurstsorten, schön gefaltet, im Uhrzeigersinn an. Der freie Raum in der Mitte kann mit sauren Beilagen wie Gemüse gefüllt werden, bei der Käseplatte verwendet man eher eine süße Dekoration und legt diese Stellen mit Obst aus.

Scheiterhaufen Die Käseplatte ist schneller aufgebaut. Die einzelnen Käsesorten werden gruppiert angeordnet. Aus Schnittkäsestreifen könne man eine Art Scheiterhaufen errichten und die Platte mit Obst wie Kiwi- oder Apfelkronen, Erdbeeren, halbierten Feigen oder Birnen, Trauben und dünn geschnittener Sternfrucht dekorieren. Die Platten mit belegten Brötchen sind nicht weniger appetitlich: halbe runde Brötchen, mit Butter bestrichen und mit Wurst oder Käse belegt. Der Belag sollte über den Rand der Brötchen hinausgehen. Käseweckchen sollte man süß verzieren - beispielsweise mit Kiwis, Physalis oder Trauben. Pro Person rechnet die Fachfrau mit zweieinhalb Brötchen.

Als alle belegten Platten auf dem Buffet standen, war es eine Augenweide. Es waren kleine Kunstwerke der Gastronomie entstanden. Zum Glück mussten die Anwesenden nicht nur die Pracht anschauen, sondern durften auch zugreifen. hn


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