Den richtigen Ton treffen

Bad Rappenau - 25 Bands aus Hamburg, Köln, dem Allgäu, der Region oder Straßburg ließen die Besucher des Römersee-Open-Airs am Freitag und Samstag den Regen vergessen, brachten sie zum Springen, Tanzen und Mitsingen. Egal ob Reggae, Ska oder Hardrock – alles war dabei.

Von Melanie Kräuter

Herr der Regler: Fred Schwing sorgt für den guten Ton.Fotos: Melanie Kräuter
Bad Rappenau - 25 Bands aus Hamburg, Köln, dem Allgäu, der Region oder Straßburg ließen die Besucher des Römersee-Open-Airs am Freitag und Samstag den Regen vergessen, brachten sie zum Springen, Tanzen und Mitsingen. Egal ob Reggae, Ska oder Hardrock – alles war dabei.

Gemütliches Festival

Die wohl bekannteste Band war Rainer von Vielen aus dem Allgäu. Neben Sänger Rainer von Vielen gehören seit 2004 Schlagzeuger Niko Lai, Bassist Dan Letard sowie Manager und Gitarrist Mitsch Oko zur Gruppe. Sie mussten nicht lange überredet werden, um beim Römersee-Open-Air aufzutreten. „Die Veranstalter haben im Klub Kamikaze in Freiburg unsere Show gesehen und uns angesprochen“, erzählt Manager Mitsch Oko. „Unsere Lieblingsfestivals sind die, die von unten aufgezogen werden“, betont er. Rock am Ring sei zwar gut, aber sehr „kommerzig“. „Das Festival hier ist super gemütlich“, findet Sänger Rainer von Vielen. „Man merkt, wenn viele Leute an einem Strang ziehen.“

Obwohl sie ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, ist es harte Arbeit. Die Berufsmusiker sind viel unterwegs, spielen 130 Shows pro Jahr. „Die Autobahn ist meine beste Freundin“, erzählt Oko und grinst. Im Kia Van sind die Musiker unterwegs. „Da passen haargenau wir vier und unser Equipment rein. Aber noch nicht mal eine Ersatzgitarre.“ Obwohl sie mehrere CDs veröffentlicht haben, sind ihnen Auftritte „das Allerwichtigste“.

Rainer von Vielen, Dan Letard, Niko Lai und Mitsch Oko (von links).
Einige Besucher kamen vor allem wegen Rainer von Vielen, die 14-jährige Laura Eckstein aus Eppingen zum Beispiel. Mit einer guten Show wurde nicht nur sie belohnt.

Damit alles gut klingt, sorgt Veranstaltungstechniker Fred Schwing für den richtigen Ton. Über 32 Kanäle mischt er die Bands ab. „Es geht darum, den Sound perfekt einzustellen.“ Dabei mache es einen Unterschied, ob es Rockmusik oder Reggae ist. „Reggae muss ein weicher Sound sein. Bei Hardrock muss der Sound knallhart sein, laut und verzerrt.“ 3000 Regler sind auf seinem Mischpult angebracht, jeder hat eine bestimmte Funktion.

Effektgerät für Licht

Seit fünf Jahren stellt der Musiker beim Römersee-Open-Air für die Bands auf der Hauptbühne den Klang ein. „Ohne Musiker zu sein, würde man das wohl nicht machen“, glaubt Schwing. Bevor es losgeht, spricht er mit den Bands ab, worauf es ankommt. Die Beleuchtung steuert er über ein Effektgerät. Für die Scheinwerfer mit 24 Kilowatt Lichtleistung sind verschiedene Programme gespeichert. „Ich gebe den Takt vor, die Programme laufen dann schneller oder langsamer.“


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