Bis 2 Uhr rockt die Altstadt

Eppingen - Eppingen steht auf Bands. Sonst ließe sich wohl kaum erklären, dass Martin Meinzer zum sechsten Mal eine Kneipennacht in der Fachwerkstadt organisiert. Am Samstag, 6. März, ist es wieder soweit: Die ersten Akkorde erklingen punkt 20 Uhr. Bis 2 Uhr am Sonntag schwofen die Besucher durch neun Kneipen und Gaststätten in der Kernstadt.

Von Simon Gajer

Bis 2 Uhr rockt die Altstadt
Ist in diesem Jahr wieder zu erleben: Nora Kussebi mit der Band Spring beteiligte sich bereits an der fünften Eppinger Kneipennacht.Foto: Archiv/Gajer

Eppingen - Eppingen steht auf Bands. Sonst ließe sich wohl kaum erklären, dass Martin Meinzer zum sechsten Mal eine Kneipennacht in der Fachwerkstadt organisiert. Am Samstag, 6. März, ist es wieder soweit: Die ersten Akkorde erklingen punkt 20 Uhr. Bis 2 Uhr am Sonntag schwofen die Besucher durch neun Kneipen und Gaststätten in der Kernstadt.

"Es läuft souverän", erklärt Martin Meinzer das Engagement, dass er jährlich das Festival organisiert. Durchschnittlich 1500 Besucher hätten in den vergangenen Jahren gefeiert, mit dieser Besucherzahl rechnet er auch in diesem Jahr. Das sei eine Zahl, mit der sich Eppingen sehen lassen könne. Bei anderen Kneipennächten, die er auf die Beine stellt, sei weniger los. Was ihm am Eppinger Publikum aufgefallen ist, ist das Altersspektrum. "Ein breitgefächertes Publikum kommt." Jung und alt genießen gemeinsam die Bands zwischen der Stadtbahn-Haltestelle Eppingen-West und Andys in der Altstadt.

Bands bewerben sich

Diese Begeisterung spricht sich unter Musikern herum. "Wir haben das ganze Jahr über viele Bewerbungen", erzählt Martin Meinzer. Die sammelt er zunächst, einzelne Bands hört er sich dann bei einem Konzert an, ehe er das Programm zusammenstellt. Das ist mitunter keine leichte Aufgabe. Meist bringen sich Coverbands ins Gespräch. "Das haben wir mehr als genug." Doch das steht dem Konzept entgegen: Abwechslung möchte er in den teilnehmenden Gaststätten bieten. Ein Beispiel: "Es ist schwer, eine Reggae-Band zu finden." Die täte der Kneipennacht gut, doch für 2010 hat er keine engagieren können.

Acht Bands plus Karaoke macht die Mischung der Kneipennacht aus. Das ist zwar eine Gaststätte weniger als im vergangenen Jahr, doch das muss der Stimmung nicht schaden. Im Gegenteil: Der Verantwortliche sieht für die Besucher sogar einen Vorteil. Jetzt könne man es zeitlich hinbekommen, einmal in Ruhe alle Bands zu erleben. Neun Bühnen in einer Nacht: "Das ist zu schaffen." Martin Meinzer, der eine Zeit lang die Karaoke-Anlage im Ahnenkeller betreuen wird, wird sich ebenfalls umhören. "Ich gehe schon rum." Allerdings glaubt er nicht, dass er als Organisator alle Bands erlebt.

Teilnehmer

Im Andys spielen die drei Jungs der Coverrock-Band Cherry Red. Blues-Rock von Rory Gallagher, Jimi Hendrix oder Eric Clapton bietet die Not Guilty Band im Café Geier, und Arrowhead verspricht Rockklassiker von Bruce Springsteen, Brian Adams oder Bob Seeger im Havana. Rock, Pop, Jazz und Folk mischt Wulli gegen Willi im Videotreff Kuhmann.

In der Ratsschänke tritt die Coverrock-Band Croco mit Stücken von AC/DC oder ZZ Top auf. Die Formation Prankster mit rockiger Party-Musik ist im Multi Kulti zu genießen. Im Labbaduddl-Zelt spielt die Formation Spring und im M2 die Electric Animals mit Rock-, Pop- und Blues-Covers.

Karten kosten an der Abendkasse zehn Euro, im Vorverkauf acht Euro in allen Kneipen sowie bei den Buchhandlungen Müller sowie Holl und Knoll. Ein Bus pendelt in der Nacht.

 

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