Das war das Blacksheep-Festival 2018

Bad Rappenau  Der britische Singer-Songwriter Passenger überzeugt bei seinem Auftritt beim Blacksheep-Festival in Bonfeld. Mit 4000 Besuchern ist der letzte Festivaltag ausverkauft.

Von Ranjo Doering

 

 

„Ich bin keine Band. Ich stehe alleine auf der Bühne. Nur ich und meine Gitarre“, räumt Mike Rosenberg, alias Passenger,  gleich zu Beginn seines Konzertes einige Missverständnisse aus. Mehr als eine Akustikgitarre und seine prägnante Stimme braucht der Musiker auch nicht, um intensive Gefühle und politische Statements in feinste Popsongs zu verpacken. Der britische Singer-Songwriter ist der Topact am Samstag – dem letzten Tag des Blacksheep-Festivals in Bonfeld. Mit 4000 Besuchern ist der Abschluss im Bad Rappenauer Teilort ausverkauft.

Immer wieder schaut Rosenberg zum Himmel. „Wir könnten nass werden“, orakelt der Musiker mit einem Augenzwinkern. Aus der Ferne ist Donnergrummeln zu hören, Blitze zucken über den Himmel. Er soll recht behalten, allerdings setzt der Regen erst kurz nach seinem Auftritt ein. Das große Unwetter bleibt jedoch aus.

Der 34-Jährige aus Brighton hat nicht nur seinen Nummer-eins-Hit „Let Her Go“ im Gepäck, sondern überzeugt auch mit einigen neuen Songs und einem melancholischen Cover von Simon & Garfunkels „Sound of Silence“.
Passenger nimmt sich in seinen Texten auch politischen Themen an: hier gibt es einen Seitenhieb auf US-Präsident Donald Trump, dort äußert er Kritik an Umweltverschmutzung durch Plastik und schlechten Gesundheitssystemen.

 

 

 

Neben Passenger stehen am Festivalsamstag das Sean Koch Trio, Shorty, Marc Broussard, Keywest, Brother Dege, Oysterband, Mrs. Greenbird und Wishbone Ash auf der Bühne. Franz Koroknay, Kreativteamleiter und Programmverantwortlicher beim Blacksheep, hat es aber vor allem der britische Headliner angetan: „Mike Rosenberg, oder Passenger, ist ein sehr netter, bodenständiger Mensch. Wir sind sehr froh, dass wir einen solch tollen Künstler gewinnen konnten“, sagt der 62-Jährige.

Drei Tage, drei Bühnen, 19 Bands - Koroknay zieht ein positives Festival-Fazit: „Wir hatten am Donnerstag trotz Regen mit mehr als 1000 Besuchern einen Rekord, der Freitag hat ein wenig geschwächelt, heute sind wir ausverkauft. Wir sind insgesamt sehr zufrieden.“

Die Mighty Oaks betreten als letzte Band die Schlossparkbühne. Die drei Musiker aus Seattle, Südwestengland und Italien haben sich in Berlin kennengelernt und spielen eine Mischung aus Indie, Folk und Pop. Auf der Bühne werden sie von zwei Schlagzeugern und einer Geigenspielerin unterstützt. 

 

 

 

Live-Blog

Was am Samstag auf dem Festivalgelände geboten war, gibt es hier in diesem Blog zum Nachlesen: