Kneipennacht: Eppingen wird zur Rock-City

Eppingen - Acht Bands, einmal Karaoke: Diese Mischung kommt seit Jahren in Eppingen an. Bei der sechsten Kneipennacht zogen am Samstagabend wieder Hunderte Musikliebhaber von Bühne zu Bühne.

Von Simon Gajer




Eppingen - Die Kneipennacht ist zum Selbstläufer geworden. Hunderte Besucher schlendern bei der sechsten Auflage am Samstag zwischen den Bühnen umher. Blues, Rock, Karaoke: In Bars und Kneipen ist so ziemlich für jeden Musikgeschmack etwas geboten. Den ganz Mutigen gehört wie jedes Jahr das Mikrofon im Ahnenkeller der Palmbräu: Karaoke – für den Organisator Martin Meinzer ist das fast schon ein Muss, wenn er nach Eppingen kommt.

Der Reiz des Festivals wird schnell klar. Musiker und Besucher sind sich so nah wie wohl selten. Raum für einen guten Auftritt ist selbst in kleinsten Kneipen, das wird beispielsweise im Andys deutlich, wo sich das Trio Cherry Red an die Wand kuschelt. Oder im Havana, wo Sänger Marco Kasseckert die Gäste zum Mitsingen anspornt. Viel Aufforderung ist dafür nicht nötig, bei „American Pie“ wippen und klatschen viele mit. Zu den Besuchern zählt unter anderem Julia Krczal aus Massenbachhausen. „Ich bin mit den Bandkollegen Nautilus zur Kneipennacht gekommen.“ Die Formation ziehe es vor allem ins M2, wo die Formation Electric Animals zu hören ist. „Die ist gut, außerdem gehört die Sängerin Nicole McQuirt zu unserer Band“, sagt Julia Krczal.

Der Organisator der Kneipennacht, Martin Meinzer, ist von Eppingen immer wieder begeistert. Die Kraichgau-Kommune kann sich seiner Ansicht nach ein neues Logo geben. Fachwerkstadt mit Pfiff? Das reicht nicht. Martin Meinzer kürt die Große Kreisstadt zur Rock-City. „Die Leute sind gut drauf“, lobt er die Besucher.

Übrigens: Die Beamten des Polizeireviers Eppingen haben trotz der Bands und den Hunderten Besuchern einen ruhigen Dienst: Keine Beschwerden lägen vor, ziehen die Ordnungshüter eine positive Bilanz.