15 Jahre nach Mord: Kundgebung gegen Rechts

Eppingen - Das Bündnis »Heilbronn stellt sich quer« plant am 19. Juli eine Kundgebung gegen Rassismus und Faschismus am Eppinger Bahnhof. Dort war vor 15 Jahren der Stebbacher Werner Weickum von einer Clique aus der rechten Szene ermordet worden.

Von Alexander Hettich
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Eppingen - Das Bündnis „Heilbronn stellt sich quer“ plant am 19. Juli eine Kundgebung gegen Rassismus und Faschismus am Eppinger Bahnhof. Dort war vor 15 Jahren der Stebbacher Werner Weickum von einer Clique aus der rechten Szene ermordet worden.

Bündnis will erneut Zeichen setzen

Im Bündnis „Heilbronn stellt sich quer“ sammelten sich Vereine, Verbände, Parteien und Gruppierungen gegen den Neonaziaufmarsch am 1. Mai. in Heilbronn. Mehr als 1.000 Menschen versuchten, durch eine Demonstration die Veranstaltung zu verhindern. Auch nach dieser Aktion will das Bündnis fortbestehen und am Dienstag, 19. Juli, ab 19 Uhr in Eppingen ein Zeichen gegen Faschismus und rechte Gewalt setzen.

In einer Pressemitteilung und im Internet wird die Veranstaltung beworben. Wie viele Besucher erwartet werden, ist unklar. Hierzu war vonseiten des Bündnisses nichts zu erfahren.

Brutale Tat

Der Termin markiert den 15. Todestag des Elektrikers Werner Weickum. Eine Clique aus der Skinhead-Szene hatte den 44-Jährigen in der Nacht vom 19. auf den 20. Juli 1996 am Eppinger Bahnhof brutal misshandelt und ermordet. Das Landgericht Heilbronn verurteilte daraufhin die beiden Haupttäter zu lebenslangen Freiheitsstrafen.

Dem Bündnis zufolge gibt es bis heute Neonazi-Strukturen in der Stadt. „Wir erkennen keine aktive rechtsradikale Szene in Eppingen“, heißt es hingegen aus dem Rathaus.