„Das ist cool“ – Bad Rappenauer Verein macht Bierpong zur großen Party
20 Teilnehmer bei der spontanen Premiere, bei der dritten Ausgabe über 250 angemeldete Besucher: Das steckt hinter dem besonderen Bierpong-Turnier des Bad Rappenauer Vereins Eventeffekt in Heinsheim.
20 Plastikbecher, Tisch, zwei Tischtennisbälle: Das könnte genügen, um mit Freunden einen schönen Bierpong-Abend zu haben. Oder man macht es wie der noch junge Bad Rappenauer Verein Eventeffekt: 20 Tische, Bühne, DJ, Lichteffekte, Moderatoren und einen großen Pokal. Allerhand geboten ist beim dritten Bierpong-Turnier mit 250 angemeldeten Besuchern in der Josef-Müller-Halle im Bad Rappenauer Teilort Heinsheim (Landkreis Heilbronn).
Die Halle ist schwere Gewichte gewöhnt. Wo normalerweise die Gewichtheber des TSV Heinsheim zu erleben sind, ist an diesem Samstagabend das Leichtgewicht angesagt. Tischtennisbälle fliegen den ganzen Abend über in Plastikbecher – oder zumindest in die Nähe davon.
Das ist los beim Bierpong-Turnier in Bad Rappenau-Heinsheim
Mancher Teilnehmer nimmt’s locker, andere schauen hochkonzentriert und haken sogar bei den Schiedsrichtern nach, wenn unklar ist, was denn nun wie gezählt wird. Eventeffekt macht Bierpong zum großen Spaß für 20-Jährige, Paare in den 50ern und Männer-Teams, die gut 70 Jahre alt sind. Und anders als bei privaten Partys geht es in Heinsheim nicht darum, möglichst viel Alkohol in kurzer Zeit zu trinken. Bier gibt es zwar auch an der Bar. Um die Becher zu beschweren, sind sie allerdings mit Wasser gefüllt.
„Das ist deutlich besser als Alkohol“, findet Danny Wilßer. „Konzentration, keine Aufregung, ruhige Hände“, darauf kommt es laut Danny Wilßer bei diesem Teamsport an, um die leichten Bälle über die kurze Distanz in einen Becher zu bekommen.
Bierpong-Turnier in Heinsheim: Zuschauer machen es sich in Liegestühlen bequem
Die Halle ist sehr gut besucht. Zuschauer machen es sich auf Liegestühlen bequem, andere feuern die Teams an den Tischen an. Dass es das Turnier in dieser Form gibt, ist Manuel Günther zu verdanken. Und ursprünglich war es ganz anderes geplant.
Der 29-Jährige erzählt von einer Geburtstagsparty, bei der eine Band auftreten sollte. Weil er krank wurde, wurde es nichts mit der Musik. Aber die Bühne stand. Was tun?, erzählt er von damals. Es wurde Bierpong mit Freunden, 20 nahmen teil.
Idee für Bad Rappenauer Bierpong-Turnier entstand bei Geburstagsparty
Der Abend war gut, das zweite Turnier wurde geplant. Dann waren es schon 50 Teams im Bad Rappenauer Teilort Bonfeld, so Manuel Günther. Der Gruppe war klar: Es muss ein Verein her, um es auf ganz andere Beine zu stellen. Die Resonanz in Heinsheim toppt alles erneut. „Überwältigend“, sagt Manuel Günther. Selbst mitspielen, das kann er allerdings nicht. „Keine Zeit mehr“, sagt der Mitorganisator.
Einige Teilnehmer kennen alle drei Wettbewerbe, so wie Hini und Edu, die ihre Namen lieber nicht in der Zeitung lesen wollen. Mit Trikots des VfB Stuttgart treten sie als Team „VFBier“ an. Natürlich beherrschen sie das Vokabular, das danach klingt, als wollen sie ganz nach vorn. Auf den Bewegungsablauf komme es an, sagt Edu und grinst. Letztlich geht es ihnen wie den meisten in der Halle um den Spaß. Dass Eventeffekt, wo gute Bekannte engagiert sind, hier ganz groß auftischt, erkennen sie an. „Das ist cool“, sagt Hini.
Manuel Fleps aus Eberstadt und Patrick Faff aus Heilbronn sind genauso begeistert, was der Verein rund um Bierpong organisiert hat. Mit keinen Erwartungen gekommen, „wurde ich echt geflasht“, sagt Manuel Fleps. „Das ist brutal.“
Kommentare öffnen

Stimme.de
Kommentare