Kinder-Uni Heilbronn: Programm 2020

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Wird auf das Wintersemester 2021 verschoben: „Kannst du deinen Augen trauen?“

Getäuschte Sinne – Vorlesung nähert sich dem Rätsel der Nervenzellen

Aus der Universitätsstadt Tübingen kommt der Dozent der Mai-Vorlesung der Heilbronner Kinder-Uni: Professor Uwe Ilg. „Kannst du deinen Augen trauen?“, fragt er sich und den akademischen Nachwuchs. Denn das menschliche Gehirn ist ein faszinierendes Organ, dessen Funktionen für Wissenschaftler immer noch ein großes Rätsel darstellen. Es besteht aus einer unglaublich großen Anzahl an Nervenzellen, die elektrische und chemische Signale erzeugen. Diese Signale sind für unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Bewegungen verantwortlich.

Mit Hilfe von verblüffenden Sinnestäuschungen werden bei dieser Kinder-Uni alle Teilnehmer zu kleinen Neurowissenschaftlern. Denn die Täuschungen helfen, den Eigenschaften von Nervenzellen auf die Spur zu kommen.

Wenn er nicht gerade – auf Englisch oder Deutsch – eine Vorlesung hält, leitet Uwe Ilg eine Forschungsgruppe im Zentrum für Neurologie am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung der Universität Tübingen. „Okulomotorik“ nennt sich das Labor des in Bochum promovierten und in Tübingen habilitierten Biologen. Im Mittelpunkt der Forschung stehen hier die Blickbewegungen bei Computerspielen.


Wird auf das Wintersemester 2021 verschoben:  „Alles CRISPR, oder was?“

Erbanlagen auf der Spur – Was bedeuten die geheimnisvollen Kürzel?

Die letzte Kinder-Uni-Veranstaltung des Sommersemesters geht im Juli brennend-aktuellen Fragen nach, zum Beispiel: Was haben Medizin, Industrie, Umweltschutz und Landwirtschaft gemeinsam? Die Antwort kennt Daniela Kelm. Die promovierte Biologin ist im Regierungspräsidium Tübingen Ansprechpartnerin für Gentechnikaufsicht. Sie weiß, dass in all diesen erwähnten Bereichen gentechnische Verfahren angewandt werden.

Aber wie funktioniert Gentechnik und was ist eigentlich „CRISPR“ oder „Cas“? Die Besucher ihrer Vorlesung lernen mit Daniela Kelm verschiedene Anwendungsbeispiele der Gentechnologie kennen und bekommen einen Einblick, wie diese funktioniert. Die Dozentin hat ihr Biologiestudium an der Universität ihrer Heimatstadt Kassel in Hessen absolviert. Diplomarbeit und anschließende Promotion fertigte sie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg an. Nach zwei Jahren bei einer Biotech-Firma wechselte Daniela Kelm zum Regierungspräsidium. Dort ist sie seit 2008 zuständig für die Zulassung und Überwachung gentechnischer Anlagen und Arbeiten sowie für die Überwachung von Freisetzungen zu Versuchszwecken und die Beratung von Betreibern. 


Wird auf das Wintersemester 2021 verschoben:  „Wie kommt die Schule ins Krankenhaus?“

Roboter hilft Kranken – Virtuelles Klassenzimmer hilft Kindern lernen

Ist ein Kind sehr schwer krank, gehört es ins Krankenhaus. Doch kann es dort auch weiter für die Schule lernen?

Ja! Wie das Ganze mit moderner Informatik, Technik und einem Telepräsenzroboter funktioniert, erfahren die Besucher der ersten Kinder-Uni des Sommersemesters. Martin Haag hält die Vorlesung im Rahmen der Hochschulnacht der Technik am 27. März. Der Professor für Softwareentwicklung und digitale Medien an der Hochschule Heilbronn stellt dabei das „Virtuelle Klassenzimmer“ vor. Mit diesem ermöglichen die Heilbronner Stiftung „Große Hilfe für Kleine Helden“ und die Hochschule Heilbronn schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen, am Unterricht ihrer Heimatschule teilzunehmen, auch wenn sie im Krankenbett bleiben müssen.

Martin Haag promotivierte an der Universität Heidelberg, nachdem er dort und in Heilbronn Medizinische Informatik studiert hatte. Damals wollte er vor allem die Ausbildung angehender Ärzte durch sogenannte Virtuelle Patienten verbessern. Seit 2003 lehrt Haag in Heilbronn. In seiner Kinder-Uni-Vorlesung möchte der Professor den Kindern zeigen, wie spannend Informatik ist, und wie man diese zum Nutzen der Menschen einsetzen kann.      


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