Ventilatorenbauer Rosenberg startet in China durch

Künzelsau  Die Künzelsauer Firma erweitert ihren Standort in Schanghai. Die Modernisierung von Altanlagen bringt in Europa gute Umsätze.

Von Manfred Stockburger

Ventilatorenbauer Rosenberg startet in China durch
In Schanghai beschäftigt der Ventilatorenhersteller Rosenberg momentan 88 Mitarbeiter.

In Hohenlohe steht der Ventilatorenhersteller Rosenberg eher im Schatten der Branchengrößen EBM-Papst und Ziehl-Abegg. Weltweit ist Karl Rosenbergs Betrieb mit einem Umsatz von 170 Millionen Euro und 1500 Mitarbeitern aber durchaus ein relevanter Akteur. In China hat Rosenberg jetzt in der Nähe von Schanghai ein modernes Produktions- und Verwaltungsgebäude in Betrieb genommen.

Aus dem neuen Werk heraus soll der gesamte asiatische Markt beliefert werden

Auf 10 000 Quadratmetern Fläche sieht sich Rosenberg nun bestens aufgestellt für eine optimale Belieferung von Motoren und Ventilatoren im gesamten asiatischen Markt. Im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete das Unternehmen dort einen Umsatz von 11,4 Millionen Euro.

Welche Bedeutung der neue Standort hat, macht auch die erweiterte Fertigungstiefe im Industriepark Songjiang deutlich: Neben einer Produktionshalle haben die Hohenloher in Schanghai ein Hochregallager, einen Prüfstand für Motoren und Ventilatoren sowie eine Tauchimprägnieranlage für die Motoren aufgebaut. Neu etabliert wurden an dem Standort auch die Bereiche Betriebsmittelbau und Kundendienst.

Delegation aus Hohenlohe reiste zur Einweihung nach China

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In der chinesischen Metropole lassen die Hohenloher auch Produkte für den asiatischen Markt entwickeln.

Foto: Rosenberg

Ende Mai haben die Hohenloher den neuen Standort offiziell in Betrieb genommen. Alle 88 Beschäftigten der Rosenberg Ventilation & Energy Systems (Shanghai) - die Acht gilt in China als Glückszahl - haben mitgefeiert. Neben Kunden, Vertretern der Regionalregierung und der deutschen Botschaft in China war auch eine Delegation aus Deutschland dabei.

Für zahlreiche der etwa 300 Beschäftigten in der Künzelsauer Rosenberg-Zentrale geht mit der Einweihung eine von vielen Reisen geprägte Zeit zu Ende: Mitarbeiter des Stammhauses in Künzelsau waren über vier Monate in China im Einsatz, um einen europäischen Standard hinsichtlich der Betriebsausstattung, der Produktionsanlagen und der Sicherheitstechnik zu gewährleisten.

Auch außerhalb Chinas laufen die Geschäfte im Bereich Ventilatoren "sehr zufriedenstellend", wie ein Sprecher sagt. In Deutschland sei der Austausch alter Ventilatoren durch effizientere, mit einer elektronischen Steuerung versehenen EC-Motoren ein Vertriebsschwerpunkt. Weil sie wesentlich weniger Energie verbrauchten, mache sich das bereits nach zwei oder drei Jahren bezahlt. Speziell in Nordamerika und auch in einigen europäischen und asiatischen Exportmärkten sei die neue Generation EC-Ventilatoren der Wachstumstreiber, heißt es.

Rosenberg gründete die erste China-Niederlassung im Jahr 2003, erweitert wurde im Fünf-Jahres-Takt

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In China ist das Unternehmen schon seit 2003 aktiv, als eine erste Vertriebsniederlassung und Produktion gegründet wurde. 2008 erweiterten die Hohenloher ihren Standort in China, unter anderem um ein Labor und eine zusätzliche Produktionslinie für AC-Motoren zu schaffen. 2013 kam ein Außenlager dazu. 2018 fiel dann die Entscheidung für einen Neubau.

Neben dem Hauptsitz in Künzelsau-Gaisbach und dem neuen Werk in Schanghai verfügt das Unternehmen über weitere Werke unter anderem in Ungarn, Tschechien und der Slowakei.

 

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