R. Stahl zweifelt am eigenen Zahlenwerk

Waldenburg  Der Jahresabschluss soll nach dem vergangene Woche aufgetauchten zusätzlichen Millionenverlust erneut geprüft werden. Die bisher geplanten Termine für die Bilanzvorlage und die Hauptversammlung können nicht eingehalten werden.

Von Manfred Stockburger

Wenige Tage, nachdem der Waldenburger Explosionsschutzspezialist R. Stahl  einen Jahresverlust von mehr als 21 Millionen Euro gemeldet hatte, ist jetzt der komplette Finanzkalender durcheinander geraten. 

Gestern Abend meldete das börsennotierte Unternehmen, dass die Veröffentlichung des Geschäftsberichts und die Hauptversammlung verschoben werden müssen, weil der neue Vorstandsvorsitzende Mathias Hallmann nach der negativen Überraschung der vergangenen Woche alle abschlussrelevanten Sachverhalte nochmals überprüfen lässt. Neue Termine stehen noch nicht fest.

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Mit der Überprüfung wolle das Unternehmen „größtmögliche Klarheit und Verlässlichkeit“ schaffen, heißt es in einer  Mitteilung an den Kapitalmarkt. Wie berichtet hatten Anpassungen bei der Werthaltigkeit latenter Steuern auf Verlustvorträge das Unternehmen bilanziell um weitere etwa 11 Millionen Euro ins Minus gedrückt. Der bisherige Finanzvorstand Bernd Marx hatte das Unternehmen Mitte Februar verlassen, der langjährige Vorstandsvorsitzende Martin Schomaker zum Ende des Jahres 2017.

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