R. Stahl arbeitet weiter an der Neuaufstellung

Waldenburg  Trotz Gewinn im dritten Quartal rechnet die Waldenburger R. Stahl AG weiter mit einem Jahresverlust im Millionenbereich.

Von Manfred Stockburger

Die Waldenburger R. Stahl AG ist weiter auf Erholungskurs. Höhere Umsätze und rückläufige Kosten haben die Ertrags- und Finanzlage im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gesteigert.

„Wir kamen mit unserem Effizienzsteigerungsprogramm planmäßig voran", sagt Vorstandschef  Mathias Hallmann. Auch gestützt durch den Verkauf einer Immobilie in Ettlingen erwirtschaftete das Unternehmen im dritten Quartal nach Steuern einen Gewinn in Höhe von 2,5 Millionen Euro.  "Die weiterhin konsequente Abarbeitung dieser Maßnahmen wird auch in den kommenden Monaten im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen", betont Hallmann. Baustellen gibt es noch viele bei dem Spezialisten für Elektronik, die auch in explosionsgefährdeten Anlagen etwa in der Chemieindustrie oder auf Bohrinseln gefahrlos eingesetzt werden kann.

Unternehmen erwartet Jahresverlust

Nach neun Monaten lag der Umsatz mit 206 Millionen Euro um 3,9 Prozent über dem Vergleichswert aus dem Vorjahr. Das operative Ergebnis (Ebit) erreichte nach einem Verlust von 8,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum mit 322.000 Euro wieder einen positiven Wert. Nach Steuern mussten die Hohenloher aber immer noch ein Minus von knapp 2,4 Millionen Euro verbuchen.
 
Für das gesamte Jahr erwartet das Unternehmen entsprechend weiterhin nach Steuern einen Verlust im hohen einstelligen Millionenbereich. Im laufenden Quartal plant der Explosionsschutzspezialist nämlich nochmals mit höheren Sonderkosten im Zusammenhang mit strukturellen Maßnahmen. Details hierzu nennt das Unternehmen jedoch nicht.