Nach Abstieg: Würth beendet VfB-Engagement

Künzelsau  Würth und der VfB Stuttgart waren langjährige Partner. Jetzt beendet das Künzelsauer Unternehmen sein Sponsoring beim Zweitligisten. Weil der Fußball-Club abgestiegen ist.

Von Manfred Stockburger
Fotomontage: Stimme.de mit Material von dpa

Bandenwerbung und noch viel mehr - für den Handwerker-Belieferer Würth spielt Fußball seit jeher eine bedeutende Rolle. Und gang besonders der VfB Stuttgart, zu dem das Künzelsauer eine jahrzehntelange Beziehung hat. Beziehungsweise hatte: Am Sonntag endet diese Exklusivpartnerschaft mit dem schwäbischen Traditionsverein, wie ein Würth-Sprecher auf Anfrage bestätigt. Als Zweitligist passt der Club offenbar nicht mehr zum Image der Hohenloher, die sich als Nummer eins in ihrem Segment sehen. "Nach dem Abstieg des VfB Stuttgart in die zweite Liga im Jahr 2016 sind wir als Sponsor und Partner dem Verein gefolgt. Nach dem Wiederaufstieg war unser Sponsoring als Engagement in der ersten Bundesliga definiert. Aufgrund des erneuten Abstiegs des Vereins haben wir unsere Aktivitäten als Sponsor noch einmal auf den Prüfstand gestellt und uns gegen das Fortführen der Partnerschaft entschieden", erklärt ein Würth-Sprecher. Es sei nicht außergewöhnlich, dass Sponsoring-Vereinbarungen nach einem Abstieg neu bewertet und verhandelt werden, da sie auch immer an die Werbewirksamkeit geknüpft seien. "In der zweiten Bundesliga ist das natürlich eine andere als in der ersten Liga", so der Sprecher. 

Den ersten Abstieg der Stuttgarter hatte Würth mitgetragen - seinerzeit war allerdings Martin Schäfer Aufsichtsratschef des Vereins. Im Hauptberuf war Schäfer damals noch Vertriebsgeschäftsführer der Adolf Würth GmbH & Co. KG. In der Liste der Würth-Geschäftsführer taucht Schäfer zwar weiterhin auf, den Posten des obersten Vertriebsmanns hat er aber inzwischen an Torsten Elias abgegeben. Auch beim VfB ist Martin Schäfer nicht mehr in Amt und Würden. Jetzt also der Abschied aus dem Sponsorenpool. Laut "Stuttgarter Nachrichten" brachten die verschiedenen Sponsoringpakete von Würth dem Verein deutlich über eine Million Euro ein.

Berner-Gruppe hat sich bereits vom VfB verabschiedet

Wettbewerber Berner hat sich vom VfB nach Angaben eines Sprechers schon vor geraumer Zeit verabschiedet, um sich auf Sponsoring in der Region zu konzentrieren. In Köln hat das Unternehmen passend zur neuen Unternehmenszentrale im Stadion vier Business-Sitze gemietet, die für gute Kunden reserviert sind. Außerhalb der Sichtweite der TV-Kameras gibt es dort auch Bandenwerbung.

 

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