EBM-Papst stellt Rückkehrer aus Corona-Krisengebieten von der Arbeit frei

Mulfingen  Der Mulfinger Ventilatorenhersteller EBM-Papst verschärft seine Maßnahmen im Zuge der Coronavirus-Krise. Mittlerweile sind nicht mehr nur die Dienstreisen eingeschränkt.

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Der Mulfinger Ventilatorenhersteller EBM-Papst stellt Mitarbeiter, die aus Krisengebieten in China, Italien, Südkorea oder Iran zurückkehren, bezahlt von der Arbeit frei, bis ein abschließender Befund eines Virentests vorliegt. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Die tägliche Temperaturkontrolle bei EBM-Papst in China. Foto: EBM-Papst

Mitarbeiter, die sich innerhalb der vergangenen zwei Wochen in den Gebieten aufhielten, müssen sich unabhängig von Krankheitszeichen bei Vorgesetzten oder der Personalabteilung melden und werden gebten, den Test zu machen. "Je nach Ergebnis des Befundes dürfen die Mitarbeiter die Arbeit wieder aufnehmen", sagt Unternehmenssprecher Hauke Hannig. "Sofern kein Träger die Kosten des Virentestes übernimmt, wird EBM-Papst die Kosten erstatten." Alle Dienstreisen in die vom Coronavirus betroffenen Länder sind gestoppt. Auslandsdienstreisen müssen der Geschäftsführung zur Genehmigung gemeldet werden.

Aufs Händeschütteln wird vorübergehend verzichtet

Externe Besucher werden nun gebeten, schriftlich zu bestätigen, dass sie sich während der letzten 21 Tage nicht in einem vom Coronavirus stark betroffenen Land aufgehalten haben. "Ansonsten bitten wir um Terminverschiebung. Auch die üblichen Höflichkeitsregeln gelten vorerst nicht mehr: "Wir verzichten auf das bei EBM-Papst übliche Händeschütteln bei der Begrüßung."

Welche Auswirkung die Krise auf den Umsatz hat, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich abschätzen. "Was wir jedoch feststellen ist, dass Kosten für Lieferungen aus China sehr stark im Preis gestiegen sind."


Heiko Fritze

Heiko Fritze

Autor

Heiko Fritze arbeitet seit 2001 bei der Heilbronner Stimme. Er ist für die Redaktion Wirtschaft & Politik tätig.

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