EBM-Papst führt in St. Georgen Kurzarbeit ein

Mulfingen  Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus hat Auswirkungen auf den Hohenloher Ventilatorenhersteller EBM-Papst. Wie das Mulfinger Unternehmen mitteilt, wird am Standort St. Georgen im Schwarzwald ab kommendem Montag Kurzarbeit eingeführt. Auch am Stammsitz in Mulfingen wird Kurzarbeit geprüft.

Email

Man wolle die Gesundheit der Mitarbeiter schützen, Kunden weiterhin beliefern und zugleich die finanzielle Handlungsfähigkeit des Unternehmens sicherstellen, teilte EBM-Papst mit. In der Konsequenz bedeute dies für EBM-Papst St. Georgen, dass zunächst Mitarbeiter der indirekten Bereiche für vier Wochen in Kurzarbeit gehen. Diese Maßnahme tritt am Montag, 23.März, in Kraft und ist bis einschließlich Freitag, 17. April,  geplant.

Die Kurzarbeit soll zur Unterbrechung von Infektionsketten führen und die Ansteckungsrisiken für Mitarbeiter minimieren. Außerdem diene dieses Instrument der Abfederung von Einschränkungen im Betrieb, wie sie beispielsweise durch ausbleibende Lieferungen von Lieferanten oder ausbleibende Bestellungen von Kunden entstehen. „Noch ist nicht absehbar, welche Folgen die Covid-19-Pandemie für die Wirtschaft haben wird. Auch um Arbeitsplätze und die Liquidität des Unternehmens zu sichern, hat EBM-Papst beschlossen, in St. Georgen in Kurzarbeit zu gehen“, teilen die Mulfinger mit.

EBM-Papst St. Georgen beliefert überwiegend den Automotive-Bereich und knüpft mit dieser Entscheidung an die beschlossenen Produktionsunterbrechungen der Automobilindustrie an. Auch an den Standorten im hohenlohischen Mulfingen und in Landshut werde aktuell geprüft, Kurzarbeit unterstützend bei der Bewältigung der Corona-Krise einzusetzen, hieß es. 


Jürgen Paul

Jürgen Paul

Stv. Leiter Politikredaktion

Jürgen Paul arbeitet seit 1998 bei der Heilbronner Stimme. Der gebürtige Pfälzer widmet sich der regionalen und überregionalen Wirtschaft, Schwerpunkte sind das Handwerk, die Bankenbranche, der Arbeitsmarkt und die Konjunktur.

Kommentar hinzufügen