Coronavirus: Ziehl-Abegg streicht alle Chinaflüge

Künzelsau/China  Das Coronavirus hat Auswirkungen auf die Wirtschaft in der Region: Der Künzelsauer Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg sagt wegen des Krankheitsausbruchs die Beteiligung an einer wichtigen Messe ab und schützt seine Mitarbeiter.

Von Manfred Stockburger

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Der Motoren- und Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg hat wegen des Coronavirus-Ausbruchs in China mit sofortiger Wirkung sämtliche Dienstreisen in das Land gestoppt. Auch geplante Flüge von Mitarbeitern aus China nach Deutschland wurden aus Sicherheitsgründen gecancelt.  

„Die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist wichtiger als wirtschaftliche Aspekte“, begründet Vorstandschef Peter Fenkl die durchaus weitreichende Entscheidung. Das Unternehmen hat nämlich seine Beteiligung  an der Leitmesse China Refrigeration abgesagt, die für Anfang April in der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan terminiert ist.

Container mit Ausstellungsstücken zurückbeordert

Die chinesische Regierung hatte die Stadt wegen der mysteriösen Krankheit unter Quarantäne gestellt. Fenkl ließ einen Container mit Ausstellungsstücken zurückbeordern, der für den Messeauftritt gedacht war, wie ein Sprecher des Künzelsauer Unternehmens mitteilte.

Die Messe gilt als die bedeutendste Ausstellung für Kühl-, Klima- Heizungs-, Lüftungstechnik im asiatischen Raum. China ist für die Hohenloher ein wichtiger Markt.


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