Baumarktkette Stabilo eröffnet weitere Märkte

Kupferzell  Die Kupferzeller Fachmarktgruppe hat inzwischen 41 Standorte und investiert kontinuierlich weiter. Für das laufende Jahr hat sie große Pläne.

Von Heiko Fritze
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Stabilo hat sein Sortiment auf ländliche Regionen ausgerichtet.

Foto: Archiv/Kugler

Die Baufachmarkt-Kette Stabilo bleibt ihrer Strategie treu: Sie investiert weiter in Standorte, in die keiner der großen Konkurrenten gehen würde - kleine und mittelgroße Orte in ländlichen Regionen. Und das tut sie mit Erfolg: Im November wurde in Lübbecke in Nordrhein-Westfalen die 40. Filiale eröffnet, im Februar in Mittweida in Sachsen die 41.

Die nächsten Eröffnungen zeichnen sich schon ab: Im April eröffnet Stabilo einen Markt in Wildeck-Obersuhl, an der hessisch-thüringischen Grenze. Und im Mai wird die erste Filiale in Sachsen-Anhalt folgen, in Wernigerode am Harz. Im Spätsommer soll eine weitere Filiale in Elze in Niedersachsen eröffnet werden. 

Auch ein neues Logistikzentrum in Steinheim am Albuch (bei Heidenheim) soll dieses Jahr in Betrieb gehen. Außerdem ist noch 2018 der Spatenstich für den Erweiterungsbau in Untermünkheim-Übrigshausen geplant.

"Wir platzen aus allen Nähten"

Dort, zwischen Schwäbisch Hall und Künzelsau direkt an der B19, soll neben schon bestehenden Lager- und Verwaltungsgebäuden ein weiterer Komplex entstehen. "Wir platzen aus allen Nähten und viele unserer Verwaltungsbereiche sind aus Platzmangel dezentralisiert", erklärt Unternehmenssprecher Markus Wedde. Auch sei die Kapazität des Hauptlagers erschöpft. Der Unternehmensstammsitz bleibe aber in Kupferzell-Mangoldsall.

Mittlerweile beschäftigt die Stabilo-Gruppe bundesweit knapp 800 Mitarbeiter. Elf der 41 Standorte führt sie als sogenannte Maxi-Filialen, bei denen es neben dem Baumarkt auch ein Gartencenter gibt. Wernigerode wird der zwölfte derartige Markt. In der weiteren Region gibt es neben Kupferzell Filialen in Erlenbach, Obersontheim, Schrozberg und Aglasterhausen.

Umsatz von 110 Millionen Euro

Stabilo kam 2016 auf einen Umsatz von 110 Millionen Euro - damals aber noch mit 39 Märkten. Vergangenes Jahr wuchs er auf 115 Millionen Euro. Das bedeutete im Bundesvergleich Rang 24. Das Wachstum wurde in den vergangenen Monaten vor allem über die Übernahme von einzelnen Baumärkten erreicht. Stabilo setzt dabei auf sein auf ländliche Regionen angepasstes Sortiment, das neben Motorrad- und Autoteilen, Betriebsausstattung und Werkstatteinrichtung vor allem Artikel für die Forst- und Landwirtschaft umfasst.

Gegründet wurde das Unternehmen 1975 von Günther Denner auf dem elterlichen Bauernhof in Kupferzell-Mangoldsall, nachdem er sich fünf Jahre zuvor mit einem Handel mit Stalleinrichtungen selbstständig gemacht hatte. Heute wird Stabilo von Denner und seinem Neffen Ulrich Abendschein geleitet.

 


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