HRZ Reisemobile ist führend beim individuellen Umbau von Mercedes-Sprintern

Öhringen - Was die Öhringer zu bieten haben, zeigen sie noch bis Samstag in Düsseldorf beim Caravan-Salon. Zum einen stellen sei dort ihr neues Modell „Toscana“ vor, erläutert Geschäftsführer Elia Akkawi. Doch vor allem haben sie eine Weltneuheit im Gepäck, die erfahrene Wohnmobilnutzer aufhorchen lassen wird.

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Von Campern für Camper
Alles wird möglich gemacht, wenn es der Kunde nur wünscht - auch der separate Platz fürs Motorrad. HRZ in Öhringen hat sich auf den Umbau von Kleintransportern zu Wohnmobilen spezialisiert.Foto: HRZ

Öhringen - Was die Öhringer zu bieten haben, zeigen sie noch bis Samstag in Düsseldorf beim Caravan-Salon. Zum einen stellen sei dort ihr neues Modell „Toscana“ vor, erläutert Geschäftsführer Elia Akkawi.

Weltneuheit

Doch vor allem haben sie eine Weltneuheit im Gepäck, die erfahrene Wohnmobilnutzer aufhorchen lassen wird: Das 15-Mann-Unternehmen hat eine Art Kläranlage für Reisemobile entwickelt. „Damit muss man nicht mehr den Behälter mit Fäkalien an der dafür bestimmten Stelle auf dem Campingplatz leeren“, erklärt Akkawi. „Unser Behälter wandelt alles in Abwasser um, das in den Kanal fließen darf.“

Die Neuheit unter dem Namen Aqualizer wurde zusammen mit der Universität Stuttgart und dem Wasserwirtschaftsamt entwickelt, die auch die Tauglichkeit bestätigten. Nun hofft der Geschäftsführer auf entsprechende Resonanz und will ein Netz für die Nachrüstung von Wohnmobilen aufbauen. „Ich gehe fest davon aus, dass das einschlagen wird.“

Auf Sprinter konzentriert Ansonsten liegt der Schwerpunkt bei dem kleinen Marktführer auf dem individuellen Ausbau von Kleintransportern der Marke Mercedes Sprinter. „Wir sind die einzigen, die sich auf dieses Modell beschränkt haben“, sagt der Geschäftsführer. Das sei kein Nachteil, im Gegenteil: „Wir haben uns made in Germany verschrieben. Wir sind zwar klein, aber bei Qualität und Innovation inzwischen europaweit führend.“

In der Fachwelt sei HRZ ein Begriff. Und das nicht nur für Urlauber: Auch mobile Büros werden in Öhringen hergestellt. Die Auftragslage ist gut, sagt Akkawi: „Wir sind bis Jahresende voll.“ Immerhin jeder zehnte Wohnmobilfahrer wolle kein Modell von der Stange. An die 100 Fahrzeuge werden von den Öhringern pro Jahr umgebaut. Dabei hat alles klein angefangen: Firmengründer Hans-Ulrich Zenth war bereits von Kindsbeinen an mit seinen Eltern regelmäßig im Campingurlaub und baute als Student 1972 sein erstes Reisemobil in der Garage aus.

Gründung

Die erste Fahrt ging nach England, es folgten viele Urlaube am Mittelmeer. Nachdem immer mehr Nachbarn auf den Campingplätzen fragten, wo sich so ein Modell kaufen lasse, machten sich Hans-Ulrich und sein Bruder Reiner Zenth selbstständig und gründeten in Pfedelbach die HRZ Reisemobile GmbH. Für Mercedes-Benz bauten sie für Messen die ersten Transporter entsprechend um, immer basierend auf den eigenen reichen Camping-Erfahrungen. Vor zehn Jahren zog der Betrieb schließlich nach Öhringen um, 2004 wurde Elia Akkawi Mitgesellschafter. Eines aber ist bei HRZ gleich geblieben: Das Ziel, Trendsetter zu sein bei hohen Qualitätsansprüchen.

Kleine Marktführer


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