Als Frau beim BDI? „Das hat einen gewissen Reiz“

Künzelsau - Die Unternehmerin Bettina Würth wurde am Montag in das Präsidium des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) gewählt. Manfred Stockburger hat sich mit ihr unterhalten.

Die Künzelsauer Unternehmerin Bettina Würth wurde am Montag in das Präsidium des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) gewählt. Manfred Stockburger hat sich mit ihr unterhalten.

Gratulation, Frau Würth. Wie aber kommt es, dass Sie ausgerechnet beim Bundesverband der Deutschen Industrie aktiv werden? Würth ist doch ein Handelsunternehmen...

Bettina Würth: Nun, im Kernbereich ist Würth natürlich ein Handelsunternehmen, aber wir haben im Zuge der Diversifizierung ja auch eine Reihe von Industrieaktivitäten wie die Würth Elektronik oder Würth Solar aufgebaut. Zudem ist der BDI schon auch ein gesamtwirtschaftlicher orientierter Verband. Das passt schon.

Was werden denn Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sein?

Würth: Ich will die vielfältigen Erfahrungen einbringen, die ich in unserem mittelständisch geprägten Unternehmen gemacht habe. Zudem bin ich gemeinsam Maria-Elisabeth Schaeffler ja wohl die erste Frau in diesem Gremium. Das hat auch einen gewissen Reiz.

Als Beiratsvorsitzende der Würth-Gruppe haben Sie einen vollen Terminkalender. Bedeutet ein solches Engagement nicht, dass Sie weniger Zeit für ihre Aufgaben im eigenen Unternehmen haben?

Würth: Sicher nicht. Ich werde ja nicht Verbandsvorsitzende. Ich werde mich einbringen, wo ich helfen kann. Ansonsten bleibt mein Fokus natürlich auf unser Unternehmen gerichtet.