Ziehl-Abegg unterstützt Gesundheitsamt im Hohenlohekreis im Kampf gegen die Corona-Pandemie

Künzelsau  Das Hohenloher Industrieunternehmen stellt drei Arbeitskräfte ab, die die Corona-Abteilung im alten Künzelsauer Krankenhaus verstärken. Zudem sagt Vorstandschef Peter Fenkl mehrere CO2-Warnmelder zu.

Von unserer Redaktion
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Corona-Hotline managen statt bei Ziehl-Abegg Industrieluft schnuppern: Isabel Joos (Zweite von links), Marcel Nohe und Lisa Ehret in Gesundheitsamt Künzelsau, flankiert von Firmenchef Peter Fenkl und Landrat Matthias Neth (re.)

Foto:privat

Der Motoren- und Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg unterstützt das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises bei der Bekämpfung von Covid-19. Dazu hat das Unternehmen drei Arbeitskräfte abgestellt, die in der Corona-Abteilung im alten Künzelsauer Krankenhaus eingesetzt sind. Dort erfolgt die Fallermittlung und läuft die Corona-Hotline auf. Landrat Matthias Neth lobt das Engagement von Ziehl-Abegg als große Hilfe.

Im Frühjahr schon mit Schutzausrüstung geholfen

"Der Kampf gegen die Pandemie geht uns alle an", sagt der Vorstandsvorsitzende von Ziehl-Abegg, Peter Fenkl. Nachdem der Hohenlohekreis im Frühjahr ein Hotspot auf Bundesebene bei den Infektionszahlen gewesen ist, waren auch Mitarbeitende von Ziehl-Abegg in Quarantäne oder erkrankt. "Da haben wir erlebt, wie wichtig die Arbeit des Gesundheitsamts ist", erinnert sich Fenkl. Damals habe das Unternehmen schnell mit Schutzausrüstung geholfen: FFP2-Masken für die zentrale Abstrichstelle und begehrte Gesichtsschilde; entweder aus dem 3D-Drucker oder gefräst aus der Lehrwerkstatt.

Landrat positiv überrascht

"Die Ermittlung von Kontaktpersonen Infizierter muss schnell und gewissenhaft erfolgen; auch die Informationsübermittlung muss schnell und stimmig sein", sagt Neth. Seit August arbeitet die Corona-Abteilung des Hohenlohekreises im ehemaligen Krankenhaus in Künzelsau in mehreren Teams in der Fallermittlung und der Betreuung der Hotline. "Als wir in der Zeitung gelesen haben, dass viele Gesundheitsämter über einen Mangel an engagierten und geeigneten Mitarbeitern klagen, haben wir den Landrat kontaktiert", erzählt Fenkl. Neth war positiv überrascht und hat das Angebot gern angenommen. Als Anforderungsprofil sieht er konkret zwei Punkte: schnelle Auffassungsgabe und starke Kommunikativfähigkeit.

Spannende und neue Erfahrung

Lisa Ehret, Isabel Joos und Marcel Nohe arbeiten nun seit November im Corona-Team. "Es war schon ganz viel an Information, die es zu verarbeiten gab", sagt Nohe. Normalerweise wäre der Duale Student aktuell im internationalen Controlling eingesetzt. "Der Einsatz im Gesundheitsamt ist eine spannende und neue Erfahrung", meint Nohe. Zusammen mit seinen Kolleginnen ist er zwei Tage eingelernt worden und beantwortet nun Fragen zur Quarantäne, zu Landesgesetzen und zu Covid-19 im Allgemeinen. Nohe weiter: "Wenn wir etwas nicht wissen, können wir uns unkompliziert sachkundige Unterstützung bei den Profis im Nachbarzimmer holen."

Landra Neth betont beim Ortstermin mit Firmenchef Fenkl: "Ihr Angebot war ungewöhnlich und ist sehr hilfreich." Zumal die jungen Leute sehr engagiert und kompetent agieren. Die Drei sind Teil der Corona-Abteilung, in der auch zehn Bundeswehrsoldaten ihren Dienst versehen.

Solide Aussagen zur Luftqualität

Beim Ortstermin hat Vorstandschef Fenkl gesehen, dass alle Fenster dauerhaft offen sind und den Mitarbeitenden doch etwas kühl ist. Daher hat er mehrere CO2-Warnmelder zugesagt, mit denen solide Aussagen zur Luftqualität möglich sind und die ein gezieltes Stoßlüften ermöglichen. Insgesamt ist Neth froh über jede qualifizierte Unterstützung seitens der regionalen Unternehmen. "Wenn wir alle gemeinsam wie bei uns im Hohenlohekreis mithelfen, können wir noch mehr gegen die Ausbreitung des Corona-Virus unternehmen."


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