Sommerspaß für Kinder trotz Coronazeit

Hohenlohe  Ferienprogramme der Städte und Gemeinden im Hohenlohekreis gibt es vieleorts nur in reduzierter Form. Es werden häufig nur etwa halb so viele Programmpunkte angeboten.

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Viele Kurse werden, so wie hier beim Öhringer Ferienprogramm 2019, unter freiem Himmel stattfinden.

Foto: Archiv/Renate Väisänen

Im Sommerzeltlager die Natur erleben, basteln und backen, miteinander draußen toben - All das können Kinder für gewöhnlich beim Ferienprogramm. Doch in diesen Sommerferien sieht es eher mau aus: Corona macht bei vielen Aktivitäten einen Strich durch die Rechnung. Einige Hohenloher Gemeinde bieten trotzdem Aktivitäten an:

In Künzelsau gibt es etwa eine durchgängige Betreuung in den Sommerferien für Kindergartenkinder und Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse durch die Stadtverwaltung, meldet Pressesprecherin Elke Sturm.

In den letzten drei Ferienwochen öffnet die Sommerschule an der Georg-Wagner-Schule am Kocher in Künzelsau. Pensionierte Lehrer und angehende Pädagogen gehen auf spielerische Weise den Unterrichtsstoff mit den Mädchen und Jungen durch.

Das Sommerferienprogramm der Stadt wird voraussichtlich 35 Programmpunkte enthalten. Ganz spannend: Bei den "Space-Days" in Kooperation mit der experimenta Heilbronn dreht sich für die Teilnehmer im Alter von acht bis elf Jahren alles um Astronomie, Weltraum und Wissenschaft.

Angebote sind mit einem "Fragezeichen" versehen

Die Stadt Öhringen richtet gemeinsam mit den Gemeinden Pfedelbach und Zweiflingen ein abgespecktes Ferienprogramm aus. "Dieses Jahr haben wir nur 57 anstelle von über 80 Programmpunkten", sagt Frank Stransky, Sachgebietsleiter beim Ordnungsamt der Stadt Öhringen. "Wir haben eine zeitlang überlegt, ob wir überhaupt ein Ferienprogramm anbieten. Aber: Was machbar ist, machen wir." Abwechslung im Leben sei wichtig, betont er. Und: Die Eltern werden durch die Betreuung entlastet. Die Angebote finden erstmal unter "Vorbehalt" statt und sind mit einem "Fragezeichen" versehen.

Stransky gibt zu bedenken, dass viele Ehrenamtliche keine Kurse anbieten, da sie zur Risikogruppe gehören. "Wir wissen ja nicht, ob die Zahlen wieder hochgehen und ob eine zweite Welle kommt", warnt er. "Es ist ein Wagnis."

Veranstaltungen finden häufig draußen statt

In Bretzfeld wird ebenfalls ein Ferienprogramm angeboten. Backen bis zum Klettern im Hochseilgarten, bis hin zum Grillen mit dem Bürgermeister Piott gibt es einiges zu erleben. Aber auch hier gilt: "Bei steigenden Infektionszahlen behalten wir uns vor einzelne Veranstaltungen oder das komplette Ferienprogramm kurzfristig abzusagen", erklärt Angelika Seiler.

Die Kinder sollen Masken dabei haben. Die Gruppen werden kleiner sein als sonst. Der Ausflug nach Tripsdrill fällt aus. Auch das Schachspiel muss dran glauben. "Viele Veranstaltungen machen wir im Freien", sagt Angelika Seiler. Dieses Jahr gibt es nur etwa halb so viele Programmpunkte wie sonst. "Ältere Engagierte, die zur Risikogruppe gehören, wollten lieber nichts anbieten", fehlen auch in Bretzfeld die Anbieter.

In einigen Städten wird kein Ferienprogramm angeboten

In Neuenstein gibt es dieses Jahr kein Ferienprogramm. "Wir beginnen normalerweise mit den Planungen für das Ferienprogramm im März", erläutert Samira Maibaum, die zuständige Mitarbeiterin bei der Stadt Neuenstein. "Wir wissen ja aber nicht, wie sich alles weiterentwickelt, und wie welche Vorschriften aussehen. "

Auch Niedernhall hat das Ferienprogramm abgesagt. "Die Hygiene- und Abstandsregeln sind organisatorisch schwierig umzusetzen", sagt die städtische Mitarbeiterin Sarah Heim.


Nadine Nowara

Nadine Nowara

Autorin

Nadine Nowara arbeitet seit Mai 2020 bei der Heilbronner Stimme. Sie kümmert sich bei der Hohenloher Zeitung unter anderem um die Gemeinden Krautheim und Schöntal.

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