Züfle zum dritten Mal wiedergewählt

Weißbach  Der Weißbacher Bürgermeister wird mit 80,1 Prozent der Stimmen in seine vierte Amtszeit gewählt.

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Glückwunsch zur Wiederwahl: (v.li.) Waltraud Kuhnle, Adelheid und Rainer Züfle, Thomas Foss und Thomas Weinmann.

Fotos: Armin Rößler

Mit 519 Stimmen oder 80,1 Prozent ist Rainer Züfle am Sonntag erneut zum Bürgermeister von Weißbach gewählt worden. Er distanzierte seine Mitbewerber, den Weißbacher Mike Mitschke (99 Stimmen/15,3 Prozent) und den Dauerkandidaten Samuel Speitelsbach (zwölf Stimmen/1,9 Prozent) aus Ravenstein, deutlich. Weitere Personen, die nicht auf dem Stimmzettel aufgeführt waren, erhielten 18 Stimmen (2,8 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei lediglich 41,7 Prozent. Rainer Züfles nun schon vierte Amtszeit beginnt am 1. Juli.

Wahlsieger zeigt sich zufrieden

"Das ist schön und freut mich sehr", sagte der Wahlsieger der Hohenloher Zeitung. Für die bereits vierte Amtsperiode sei das ein Ergebnis, "mit dem zufrieden und für das man dankbar sein muss". Insgesamt "ein Ergebnis, mit dem man gut leben kann". Die Wahlbeteiligung sei für Weißbacher Verhältnisse sogar "ganz gut, da kann man nicht meckern". In seiner kurzen offiziellen Rede, nachdem das Ergebnis bekannt gegeben worden war, dankte der Bürgermeister "allen, die an der Wahl teilgenommen haben". Er freue sich, weitere acht Jahre in Weißbach wirken zu können. Züfle versprach: "Ich werde mich weiterhin mit meiner ganzen Kraft für die Gemeinde und die Belange ihrer Einwohner einsetzen."

Mitbewerber Mike Mitschke sagte über sein Ergebnis von 15,3 Prozent: "Damit habe ich gerechnet." Er freue sich für Rainer Züfle, erklärte Mitschke. "Er hat das 24 Jahre lang erfolgreich gemacht und wird das auch weiter so machen."

Glückwünsche vom Landrat und den Kollegen

Klares Votum für Züfle

Coronabedingt verfolgten am Weißbacher Bürgerzentrum nur wenige Zuhörer die Bekanntgabe des Wahlergebnisses.

Unter den Corona-bedingt wenigen Neugierigen, die die Bekanntgabe des Wahlergebnisse am Bürgerzentrum Langenbachtal durch Hauptamtsleiterin Annika Dietz verfolgten, war auch Landrat Mathias Neth. "Ich freue mich für Rainer Züfle, wir arbeiten seit acht Jahren gut zusammen", sagte er gegenüber der HZ. Die Wahl zeige, "dass Züfle und Weißbach gut zueinander passen", so Neth weiter. Er wisse, dass der Bürgermeister noch viele Ideen für seine Gemeinde und das Kochertal habe. "Packen wir es zusammen an." Neth selbst stellt sich am heutigen Montag als einziger Kandidat der Wiederwahl als Landrat. Wäre er mit 80 Prozent der Stimmen zufrieden oder soll das Ergebnis doch lieber einstimmig ausfallen? "Auch bei mir gilt: Der Wähler hat das Wort", sagte er.

"Wir sind glücklich, dass unser Kollege gewonnen hat", sagte der Niedernhaller Bürgermeister Achim Beck auch im Namen seines Forchtenberger Kollegen Michael Foss. "Es freut uns, dass es mit ihm zusammen weitergeht." Foss ergänzte, man habe gerade im gemeinsamen Gemeindeverwaltungsverband "genug Aufgaben" und es sei wichtig, dass man diese weiter zusammen angehen könne. Ein Ergebnis von 100 Prozent könne man nicht erwarten, sagte der Zweiflinger Bürgermeister Klaus Gross. "Er kann damit zufrieden sein", meinte er. Und: "Ich bin froh, dass wir weiter zusammen schaffen können."

Auslaufen oder Endspurt?

Klares Votum für Züfle

Kurz nach 18 Uhr wurden die Wahlurnen geleert.

Der Weißbacher Bürgermeister-Stellvertreter Thomas Weinmann überbrachte im Namen der Gemeinde und des Gemeinderats die "herzlichen Glückwünsche zur nunmehr dritten Wiederwahl". Trotz großer Herausforderungen könne man zuversichtlich in die Zukunft blicken. "Sie wissen, wie der Hase läuft", bescheinigte er Züfle. Nun sei nur die Frage, ob dieser die kommenden acht Jahre zum "Auslaufen" oder für einen Endspurt nutze. "Ich nehme den Endspurt", sagte Züfle sofort.

Ergebnis wurde immer besser

Um 17.59 Uhr war im Bürgerzentrum der letzte Wahlzettel in die Urne geworfen worden. Danach wurde fleißig ausgezählt, während das Team, das sich um die Briefwahl kümmerte, noch auf die letzten Umschläge aus dem Rathaus warten musste. Um 18.19 Uhr stand das erste Ergebnis fest, gefolgt um 18.32 vom Briefwahlergebnis. Kurz darauf traf dann auch Thomas Weinmann ein und verkündete im Namen des Teilorts: "Crispenhofen hat gewählt." Für Wahlsieger Züfle wurden die Ergebnisse immer besser: Auf 70,1 Prozent in Weißbach folgten 80,4 bei der Briefwahl und stolze 84,4 Prozent in Crispenhofen.

 

Armin Rössler

Armin Rößler

Armin Rößler, geboren in Heilbronn, aufgewachsen in Untereisesheim, schreibt nach über dreißig Jahren im badischen Exil seit 1. Juli 2020 für die Hohenloher Zeitung.

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