Wer kann Schutzausrüstung in Hohenlohe bereitstellen?

Hohenlohe  In den Gesundheitseinrichtungen im Hohenlohekreis fehlt es an Schutzausrüstung. So bittet etwa das Eduard-Knoll-Wohnzentrum Krautheim dringend um Hilfe. Ein Spendenaufruf zeigt erste Früchte.

Von unserer Redaktion
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Ein gemeinsamer Spendenaufruf für Schutzausrüstung, der Gesundheitseinrichtungen im Hohenlohekreis zugute kommen soll, zeigt erste Erfolge. Unterzeichnet haben ihn Landrat Matthias Neth, der Vorsitzende der Innovationsregion Hohenlohe Thomas Philippiak und der Ärztlichen Direktor der Hohenloher Krankenhaus gGmbH Dr. Werner Reinosch.

Oberste Priorität

"Ich freue mich sehr über die großzügigen Angebote, die wir bereits erhalten haben", sagt Landrat Neth. "Damit können wir Arztpraxen, Altenheimen, dem DRK und weiteren Einrichtungen die dringend benötigten Schutzausrüstungen kurzfristig zur Verfügung stellen. Die bereits angelieferten Pakete werden wir sofort weiter verteilen". Die Unterzeichner schfeiben: "Oberste Priorität hat der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um eine bestmögliche Versorgung der Coronavirus-Patienten zu gewährleisten und Risikogruppen vor einer Coronavirus-Erkrankung zu schützen." Bei steigenden Fallzahlen zeichne sich ein zunehmender Engpass an Atemschutzmasken und medizinischer Schutzkleidung sowie Nitril-Handschuhen ab, da bereits georderte Lieferungen auf dem Transportweg hängen blieben und sich verzögerten. Um diesen Engpass zu überbrücken, würden weiter dringend Spenden benötigt.

Anlieferung organisieren

Wer Masken, Schutzkleidung oder Handschuhe beisteuern könne, soll sich mit dem Gesundheitsamt bevorzugt per E-Mail unter CV-PSA@hohenlohekreis.de oder telefonisch unter 07940 18-309 in Verbindung zu setzen, damit die Anlieferung organisiert werden könne.

Hilferuf aus Krautheim

Mit einem dringenden Hilferuf hat sich jetzt das Krautheimer Eduard-Knoll-Wohnzentrums für Menschen mit Körperbehinderung (EKWZ) an den Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) gewendet: "Die Schutzkleidung, also Mundschutz und Kittel, reichen im Bedarfsfall nur für wenige Tage", sagt Nadine Wiese, Geschäftsführerin im EKWZ. "Desinfektionsmittel und Handschuhe haben wir im Moment noch vorrätig."

Akute Gefahr

Ohne Schutzkleidung bestehe akute Gefahr, dass sich Bewohner, die aufgrund ihrer Behinderung zur Risikogruppe gehören, mit dem Virus infizierten. Bislang seien Bewohner und Mitarbeiter verschont geblieben. "Der Hohenlohekreis ist derzeit ein Corona-Hotspot in Baden-Württemberg. Wir dürfen jetzt keine Zeit verlieren und müssen schnell handeln", so Ines Vorberg vom vertretungsberechtigten Vorstand des Bundesverbandes. "Unsere Pflegekräfte im Wohnzentrum sind derzeit die einzigen Kontaktpersonen für unsere Bewohnerinnen und Bewohner. Wir müssen sie alle schützen, das hat jetzt Priorität", sagt Vorberg. Sie bittet um Unterstützung durch Sach- und Geldspenden. Hotline: 06294 42810.


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