Weitere Zeugen sagen im Fall Ole aus

Heilbronn/Künzelsau  Im Prozess gegen Elisabeth S. soll am heutigen Freitag ihr Sohn ein zweites Mal gehört werden. Auch die Brüder der Angeklagten sollen zu Wort kommen.

Von Yvonne Tscherwitschke

Weitere Zeugen im Fall Ole

Prozessauftakt Kindestötung Landgericht HeilbronnFoto: Veigel

Hat Elisabeth S. mit ihrem Sohn über den Tod des kleinen Ole gesprochen? Und wenn ja, was? Wie haben ihre Brüder den Gesundheitszustand der 70-jährigen Angeklagten eingeschätzt? Gibt es Erkenntnisse nach der vertieften geronto-psychiatrischen Untersuchung?

Der heutige Verhandlungstag der Schwurgerichtskammer am Landgericht Heilbronn könnte entscheidende Fragen im Fall Ole klären.

Angeklagt ist die 70 Jahre Elisabeth S. wegen Totschlags. Ihr wird vorgeworfen, den siebenjährigen Ole in der Nacht auf den 28. April in ihrem Haus in Künzelsau erwürgt zu haben. Die Seniorin hat nach langem Schweigen in dem seit Ende November dauernden Prozess die Verantwortung für den Tod des Jungen übernommen, den sie wie einen eigenen Enkel geliebt hat.

Widersprüchliche Angaben zum Tathergang

Doch zum angeblichen Tathergang hat sich die Angeklagte widersprüchlich geäußert. Ähnlich widersprüchlich waren im seitherigen Verfahren auch die Zeugenaussagen zur Person der Angeklagten. Freundinnen berichteten von depressiven Phasen. Andere aber widersprachen dem und schilderten die Angeklagte als lebensfrohe Person.

Die Kammer will den gesamten Freitag verhandeln. Wunsch ist, dass das Verfahren vor Ostern abgeschlossen werden kann. Sollte das nicht gelingen, müsste der Fall wegen der Schwangerschaft einer Richterin neu aufgerollt werden.

 


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