Stadtlauf Öhringen: Knapp 1500 Läufer trotzen der Hitze

Öhringen  Die Teilnehmer schwitzen am Sonntag beim 25. Öhringer Stadtlauf auf sechs verschiedenen Distanzen. Kay-Uwe Müller gewinnt den Hauptlauf.

Von Yvonne Tscherwitschke
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Durchkommen ist alles: Knapp 1500 Läufer trotzen der Hitze

Als ob die sommerlichen Temperaturen nicht Handicap genug wären, schleppen zwei Läufer noch Baumstämme fünf Kilometer lang durch die Stadt. Rechts in rot: Sieger Till Federolf. Fotos: Yvonne Tscherwitschke

Die Sonne brennt auf die Tartanbahn. Wer kann, bleibt so lange es geht an einem schattigen Plätzchen. Warmlaufen? Kann man an so einem Tag, muss man aber nicht. Aber keiner jammert. Schließlich haben im vergangenen Jahr alle gefröstelt und auf den langen Winter geschimpft.

Hitze kostet Minuten

Doch die Hitze verlangt ihren Tribut. Selbst der Sieger im Hauptlauf, Kay-Uwe Müller, seit Jahren einer der schnellsten Männer in Hohenlohe, muss den sommerlichen Temperaturen Tribut zollen und kommt "nur" auf 33:48 Minuten.

Den Zieleinlauf von Kay-Uwe Müller und Steffen Mader hören die meisten Läufer, als sie gerade das zweite Mal den Kletterturm passieren. Sie alle haben noch etliche Kilometer vor sich. Der eine oder andere gibt auch auf.

Auch das Rote Kreuz hat einige Einsätze. "Kreislauf, Atemprobleme, das eine oder andere Pflästerchen", sagt Einsatzleiter René Fromm. Ein Rettungsfahrzeug muss oben bei der Eisdiele Einsatz leisten. Ob der Kreislauf eines Läufers schlapp gemacht hat? Oder musste jemand in der Sonne zu lang auf sein kühles Eis warten? "Es war ein Läufer", klärt Fromm auf. Zwölf Helfer waren mit zwei Autos und zwei Radtrupps im Einsatz und ein Trupp zu Fuß.

 

Ergebnisse

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Volksbank teilt sich Startnummer 175

Durchkommen ist alles: Knapp 1500 Läufer trotzen der Hitze

Kay-Uwe Müller läuft vor Steffen Mader mit 33:48 Minuten ins Ziel.

Die Laufschuhe geschnürt haben neben großen Schülergruppen und Vereinen auch die Volksbank Hohenlohe. Vorstand Dieter Karle hat den Lauf im Jubiläumsjahr angeregt und freut sich, dass es ihm mit einem verständnisvollen Veranstalter ein Hingucker gelungen ist: Die ganze Truppe trägt die Startnummer 175. Und weiße Luftballons. Die Ballons fliegen schon am Start in Richtung Himmel, die Läufer dem Ziel entgegen. "Aber es ist heiß", warnt auch Bernd Bareis von der Seniorenheimat seine Läufer. "Durchkommen ist alles", schwört er die Truppe ein.

"Wir wollen gemeinsam Spaß haben beim Lauf und dann gemeinsam einkehren", gibt er die Parole aus. Wasser war begehrt bei den Läufern. Die TSG hatte gut kalkuliert. Mit knapp 1500 Läufern waren etwa so viele wie im Vorjahr am Start. Zwischendrin, sagt Klaus Latzel, habe er gebangt, ob das Trinken reicht. Beim Freizeitlauf seien die Helfer mit Ausschenken kaum nachgekommen, der Vorrat habe rapide abgenommen. "Aber im Hauptlauf hat es sich normalisiert."

Sieger des Tages

Sieger des Tages war übrigens Till Federolf. Nachdem er am Samstag bei den Baden-Württembergischen Langstreckenmeisterschaften über 5000 Metern in seiner Altersklasse gewonnen hatte, wollte der Jugendliche die fünf Kilometer nur zur Regeneration laufen. Mit etwa 18 Minuten ging er als Sieger durchs Ziel.

 

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