Hohenloher Gartenroute liegt vorerst auf Eis

Hohenlohe  Die Idee existiert seit einigen Jahren, die Umsetzung war für 2020 geplant. Jetzt liegt das Projekt Gartenroute vorerst auf Eis. Grund sind hohe Distanzen zwischen einzelnen Orten.

Hohenloher Gartenroute liegt vorerst auf Eis

Der Weikersheimer Schlossgarten ist "Garten des Jahres."

Foto: Archiv/Reichert

Damit wollte das hiesige Gartennetzwerk noch bekannter werden, das sich seit 2017 als "Hohenloher Gartenparadies" vermarktet.

"Wir haben das in unserem Arbeitskreis noch einmal intensiv diskutiert und beschlossen, dass die geplante Gartenroute zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht realisierbar ist", sagt Svenja Lipp, die bei der Touristikgemeinschaft Hohenlohe (TG) die Belange des Gartennetzwerks managt. "Die Distanzen sind zwischen Schillingsfürst, Abtsgmünd und Schwäbisch Hall einfach noch zu groß. Hier müssen wir erst weitere Mitglieder finden."

Damit meint sie den südöstlichen Bereich des Gartennetzwerks. Dort sind derzeit nur drei von 23 zahlenden Mitgliedern zu finden, die mit insgesamt 28 öffentlich zugänglichen Park- und Gartenanlagen das "Hohenloher Gartenparadies" bilden. Es reicht von dort bis Wertheim im Norden sowie von Rothenburg im Osten bis Öhringen im Westen.

Strukturen sollen vertieft werden

Die blühenden Sehenswürdigkeit liegen in den Kreisen Hohenlohe, Schwäbisch Hall und Main-Tauber sowie Ostalb und Ansbach. Soll das bestehende Gebiet noch weiter gefasst werden? "Nein", sagt Svenja Lipp. "Wir wollen es nicht ausweiten, sondern innerhalb dieser Grenzen die Strukturen vertiefen. Sonst kann man das ja nicht mehr Hohenlohe nennen."

Zu möglichen Kosten und einem neuen Zieljahr für die Gartenroute will Lipp noch nichts sagen. Beim jüngsten Treffen des Gartennetzwerks bei den Fürstlichen Gartentagen in Langenburg wurden die Mitglieder informiert.

Svenja Lipp ist stellvertretende Geschäftsführerin der TG Hohenlohe und kümmert sich um die touristische Infrastruktur. Die andere Stellenhälfte als Gartennetzwerkerin resultiert aus der Laga und ist bis Ende 2020 befristet. Die 23-jährige Hohenloherin hat Internationales Tourismusmanagement studiert. Beim Garten-Talk der TG Hohenlohe am 9. September auf der Buga wirkt sie ebenso mit wie bei einem Fachtreffen am 13. September in Schwäbisch Gmünd: "Hier will ich Kontakte zu anderen Gartennetzwerken knüpfen, die in Kooperationen münden könnten."

Weitere Finanzierung noch unklar

Wie wird das Netzwerk weiter finanziert? "Das ist noch nicht geklärt." Die Geschäftsstelle ist bei der TG Hohenlohe. Der Verein "Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg" (SGB) bezahlt eine Service-Pauschale. Er war bis dato die treibende Kraft hinter dem Gartennetzwerk und bildet dessen rechtliches Fundament.


Schlossgarten Weikersheim ist "Garten des Jahres"

Beim Treffen in Langenburg wurde der "Garten des Jahres" ausgezeichnet: Diesmal ist es der Schlossgarten Weikersheim. Er ziert den Titel der Broschüre, die jährlich aktualisiert wird. Diese kann unter 07940/18206 und info@hohenlohe.de angefordert oder auf www.hohenloher-gartenparadies.de online angeschaut werden.

 


Ralf Reichert

Ralf Reichert

Redaktionsleiter Hohenloher Zeitung

Ralf Reichert ist seit Oktober 2006 Redaktionsleiter der Hohenloher Zeitung. Die Region Hohenlohe ist seit jeher seine journalistische Heimat. Er kam vom Haller Tagblatt und stammt aus dem Taubertal. Bei der HZ kümmert er sich vor allem um die Kreisthemen. 

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