Hohe Auszeichnung: Professor des Jahres kommt von der Reinhold-Würth-Hochschule

Künzelsau  Unicum-Stiftung ehrt den Künzelsauer Marketingexperten Joachim Link für seine intensive Ausbildung und Betreuung seiner Studierenden.

Von Sarah Arweiler

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Hohe Auszeichnung: Professor des Jahres kommt von der Reinhold-Würth-Hochschule

Schmeckt denn auch der hochschuleigene Joghurt? Professor Joachim Link testet mit Studentinnen ihr selbst produziertes Dessert.

Foto: privat

Er ist "das Idealbild eines Professors", sagt Dirk Hass über seinen Kollegen Joachim Link. Beide Professoren lehren im Studiengang Betriebswirtschaft, Marketing- und Medienmanagement an der Reinhold-Würth-Hochschule (RWH). Die Unicum-Stiftung scheint das ähnlich zu sehen: Sie hat den engagierten Marketing-Experten Link zum "Professor des Jahres 2019" in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften/Jura für seine "herausragenden Leistungen in der Ausbildung und Betreuung seiner Studierenden" ausgezeichnet. Aus über 2100 Nominierten wählte eine Jury in vier Kategorien die jeweiligen Titelträger. Die Unicum-Stiftung steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerien für Bildung und Forschung und für Wirtschaft und Energie.

Türöffner in die Berufswelt

"Diese Auszeichnung verstehe ich nicht als meine eigene", betont Link. Vielmehr sei sie ein Verdienst für jeden seiner Kollegen des Studiengangs. "Ich alleine kann das ja gar nicht alles leisten." Im Kern dreht es sich bei der Wahl zum Professor des Jahres um die Frage: Wie gut bereiten die Professoren ihre Studierenden auf den Beruf vor? Link: "Ich weiß, dass wir hier am Campus Künzelsau unsere Arbeit sehr gut machen. Wir unternehmen in diesem Bereich weit mehr, als es an den meisten anderen Hochschulen üblich ist." Das liegt freilich an der großen Portion Herzblut, die er, seine Kollegen und Studiengangmitarbeiter in ihre tägliche Arbeit stecken. Zum anderen sei die enge Verzahnung der RWH zu regionalen Unternehmen ideal, um sehr gute, auf die Praxis ausgerichtete Lehre zu betreiben. "Die Unterstützung, die wir durch die Industrie und Wirtschaft bekommen, ist großartig. Sie ermöglicht uns erst einen derart intensiven Praxisaustausch."

Internationalisierung und Praxiserfahrung als Schlüsselqualifikation

Marketing - das ist eine internationale Disziplin, betont Link. Seine Studierenden sollen in die Welt ausschwärmen, sich mit Gleichgesinnten austauschen, Erfahrungen sammeln. Ein ganzes Bündel an internationalen Projekten gehen auf seine Kappe: 20 Partnerschaften mit Hochschulen, unter anderem in China, Brasilien und Guatemala, gibt es. Der Studiengang richtet seit 2009 die International Marketing Week aus, zu der jährlich 40 Studierende von elf europäischen Hochschulen nach Künzelsau kommen. 2015 und 2017 reiste Link mit seinen Studierenden zu einer Exkursion nach China, wo sie in Unternehmen schnupperten.

Die zweite wichtige Säule in der Ausbildung seiner Studierenden: der intensive Praxisaustausch. Immer im Wintersemester stellen die angehenden Marketingfachleute in Kooperation mit regionalen Partnerunternehmen ein eigenes Produkt her: Von der Marktanalyse über das Produktkonzept hin zum Erstellen von Etiketten und dem Produkttest - den gesamte Wertschöpfungsprozess gestalten sie eigenständig. So entstanden in den vergangenen Semestern ein Hochschulbier, ein Joghurt, Nudeln, Kekse und ein eigenes Müsli. Wie praktische Problemstellungen angegangen und gelöst werden, lernen die Künzelsauer Marketingstudenten bei einem weltweit durchgeführten Fallstudienwettbewerb des Networks of International Business Schools (NIBS). Link, der selbst Coach und Juror ist, hat diese Lehrmethode an der RWH als festen Bestandteil des Studiums etabliert.

Traumjob Professor

Keine Frage: Joachim Link brennt für sein Fach und seine Studierenden. Professor zu sein - das ist sein Traumjob. "Ich arbeite jeden Tag mit kreativen, jungen Menschen, die Spaß am Marketing haben. Das ist doch toll." Seine Studierenden schätzen ihren umtriebigen Professor. "Professor Link ist für uns ein unglaublich engagierter Professor, der uns in jeder Vorlesung begeistert und perfekt auf unsere Zukunft vorbereitet", sagt Studentin Clarissa Leuchtmann.


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