Große Betroffenheit nach Mord an 19-Jährigem

Öhringen  Nachdem am Mittwochabend auf dem ehemaligen Laga-Gelände ein 19-Jähriger erstochen wurde, sorgt der Fall auch in den sozialen Netzwerken für große Diskussionen.

Von Yvonne Tscherwitschke
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Mit Kerze und Bär trauern Freunde und Angehörige.

Foto: Yvonne Tscherwitschke

"Was ist nur in Öhringen los?". "Das wird ja immer schlimmer." So und ähnlich äußern sich Facebook-Nutzer in der Gruppe "Du weißt, dass Du aus Öhringen bist..." Sie regieren mit Unverständnis auf den Mord, der sich Mittwochabend auf dem ehemaligen Laga-Gelände zugetragen hat.

Ein 17 Jahre alter deutsch-türkischer Jugendlicher hatte sich an der Radwegbrücke beim Kleinspielfeld mit einem zwei Jahre Älteren zu einer Aussprache getroffen. Der Streit eskalierte. Der Jüngere fügte dem 19 Jahre alten Polen eine Stichverletzung zu. Gegen 23 Uhr starb das Opfer in der Klinik.

Täter in Haft

Der mutmaßliche Täter war noch am Abend nach der sofort eingeleiteten Fahndung gefasst und verhaftet worden.Der Haftrichter hatte am Donnerstag Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Die Polizei sucht Hinweisgeber, die Mittwochabend Beobachtungen gemacht haben.

Suche nach Motiv

Warum sich die beiden Jugendlichen gestritten und an der Radwegbrücke getroffen hatten, ist Gegenstand der Ermittlungen.

"Früher haben sich die Jugendlichen geprügelt. Heute wird gleich zugestochen", wundern sich Facebook-Nutzer über eine zunehmende Verrohung. Man traue sich kaum noch, alleine abends in Öhringen unterwegs zu sein, kritisieren Spaziergänger die Gruppen Jugendlicher, die sich an öffentlichen Plätzen treffen und deren oft aufgeheizte Stimmung Sorge bereite. Der Tatort ist der Polizei nicht als Brennpunkt bekannt: "Die Tat war unabhängig vom Ort. Das hätte sich überall ereignen können", erklärt der zuständige Polizeisprecher.

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