Auf zum Öhringer Pferdemarkt: Krimskrams mit Kräutern

Öhringen  Neben dem Krämermarkt lockt der verkaufsoffene Sonntag viele Menschen nach Öhringen - und stimmt auf den Höhepunkt des Jahres in der Stadt, den traditionellen Pferdemarkt am Montag, ein.

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Auf zum Öhringer Pferdemarkt:Krimskrams mit Kräutern

Volle Gassen und volle Läden: Nach dem stürmischen Wochenbeginn nutzen die Menschen das schöne Wetter und stürzen sich in den Rummel.

Fotos: Yvonne Tscherwitschke

Es ist trocken und es ist Pferdemarkt-Sonntag. Das heißt: Die Stadt ist ab 13 Uhr voller Menschen. Sie flanieren vorbei an den ersten Krämerständen, die in der Innenstadt aufgebaut sind, begutachten Alu-Leiterin und Rasenmäher, essen gebrannte Mandeln, kaufen Schwarzwälder Schinken und Allgäuer Käse. Der Kräuterstand ist doppelreihig umlagert und es gibt jede Menge liebenswerten Krimskrams.

Der Pferdemarkt-Sonntag ist eine schöne Einstimmung auf den Montag, den Nationalfeiertag der Öhringer. All jene, die keinen Urlaub bekommen oder nicht wenigstens die Mittagspause zwischen Pferden und Ständen verbringen können, die kommen am Sonntag in die Stadt und schnuppern Pferdemarkt-Luft. Das riecht ein bisschen nach Bratwurst, nach Leder, nach Glasreiniger, Speckfladen, Zuckerwatte und Magenbrot. Die Peruaner übertönen mit ihren Panflöten das Geplapper. Und wer keinen Gürtel, keine Sonnenbrille und absolut kein Körner- oder Zirbensäckchen für erholsamen Schlaf braucht, der nutzt die Chance, dass die Öhringer Läden verkaufsoffenen Sonntag haben. 

 Milde Temperaturen machen Lust auf rote Shirts und gelbe Jacken

„Es ist mächtig was los“, freut sich Diana Rossmann. Viele Männer sind am Sonntag in der neu umgebauten Männerabteilung und kaufen etwas farbenfrohes für ihren Kleiderschrank. Die milden Temperaturen draußen machen Lust auf rote Shirts und gelbe Jacken.

Auch am Stand von Inge Liebhardt greifen die Menschen zu bunten Oberteilen. Seit 40 Jahren, erklärt die Balingerin, kommt sie zum Pferdemarkt nach Öhringen. „Das ist immer der erste Markt im Jahr nach der Pause nach den vier Wochen Weihnachtsmarkt Ulm.“ Inge Liebhardt ist froh, dass der Sturm vergangenen Montag Geschichte ist. „Das wäre grässlich gewesen“, sagt sie und schüttelt sich.

Auf zum Öhringer Pferdemarkt:Krimskrams mit Kräutern

Daniel Küp sieht sich mit Sohn Paul bei den Motorsägen um.

Sturm ist schlimm. Aber mit Kälte kommen die Märktler klar. Gegen ein paar Minusgrade hat Astrid Buck nichts einzuwenden. Sie verkauft warme Wollsocken und kuschlige Hausschuhe aus Kamelhaar oder Merinowolle. Auch Felle hat sie dabei. Kalt und Regen sind ok. „Nur Wind geht gar nicht“, deutet sie auf den Schirm über ihren Waren. Deshalb habe sie Dienstag in Leonberg gar nicht erst aufgebaut. Froh über das gute Marktwetter sind auch die Landmaschinenhändler. Immer wieder spannend, findet nicht nur Daniel Küp aus Jagsthausen das Angebot. Der Baumpfleger informiert sich über Motorsägen und schätzt das breite Angebot.

Pferde am Montag, aber keine Kleintierzüchter-Ausstellung

Der Pferdemarkt-Montag beginnt mit der Prämierung der über 100 Pferde in den Vorführringen auf der Herrenwiese. Die vereinzelten Händler vom Sonntag bekommen weitere Unterstützung auf dem dann großen Krämermarkt in der Innenstadt. Dritter Schwerpunkt sind die ausgestellten Landmaschinen. Abgesagt wurde wegen Geflügelpest die Kleintierzüchter-Ausstellung. 


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Für einen neuen Beitrag zum Thema „außergewöhnliche Burger“ begleitet das TV-Magazin „Galileo“ am Montag, 17. Februar, den Streetfood-Caterer „I love Mauldasch“ mit der Kamera auf dem Öhringer Pferdemarkt

 
 

Yvonne Tschwerwitschke

Yvonne Tscherwitschke

Autorin

Yvonne Tscherwitschke ist seit 1994 bei der Heilbronner Stimme. Als gebürtige Hohenloherin weiß sie, welche Geschichten die Hohenloher interessieren.

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