"Jochen K. Kübler hat das ja auch ganz gut gemacht"

Hermann-Josef Pelgrim (50) will in Hohenlohe SPD-Landtagsabgeordneter werden.

Hermann-Josef Pelgrim (50) will in Hohenlohe SPD-Landtagsabgeordneter werden. Ralf Reichert sprach mit ihm.

Herr Pelgrim, sind Sie amtsmüde?

Hermann-Josef Pelgrim: Auf gar keinen Fall. Wenn ich es schaffe, MdL zu werden, bleibe ich natürlich Oberbürgermeister. Ab 2016, wenn diese Kombination nicht mehr möglich ist, müsste ich mich entscheiden, wie es weitergeht.

In Hall bläst Ihnen der Wind deutlich schärfer ins Gesicht als früher. Ist Ihre Kandidatur eine Warnung: Wenn ihr so weitermacht, bin ich weg?

Pelgrim: Nein. Es stimmt: Die Kritik über die Situation in den Kommunen wächst und sie muss zwangsläufig wachsen. Wir haben mit gravierenden gesellschaftlichen Umbrüchen und finanziellen Einbußen zu kämpfen. Da entsteht Unsicherheit.

Warum wollen Sie ausgerechnet Landtagsabgeordneter werden?

Pelgrim: Mir liegt Politik in Verbindung mit Management. In der Kombination OB/MdL ist das sehr gut möglich. Jochen K. Kübler hat das ja auch ganz gut gemacht, und es war nicht zum Schaden von Öhringen und dem Wahlkreis Hohenlohe.

Sie glauben doch nicht im Ernst, als umstrittener Haller in Hohenlohe der CDU das Mandat abzujagen?

Pelgrim: Die Zusammenarbeit zwischen Hohenlohe und Schwäbisch Hall ist deutlich verbesserungsbedürftig. Dass meine Person Gegenreaktionen hervorruft, weiß ich. Mein Hauptziel ist es, beide Kreise durch meine Kandidatur zusammen zu schweißen. Nur so kann die Region die Strukturbrüche überstehen. Durch die neue Wahlarithmetik haben nun mehrere Bewerber die Chance, mit einem guten Stimmenergebnis ins Parlament zu kommen.