Wo der nächste Solarpark entstehen wird

Kupferzell  Im Rüblinger Steinbruch gibt es schon eine - nun laufen die Planungen für eine weitere große Freiflächen-Photovoltaik-Anlage in Kupferzell, die nördlich des 40-Seelen-Weilers Ulrichsberg in absehbarer Zeit mit einer Leistung von 7,4 Megawatt Öko-Strom erzeugen soll.

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Im Rüblinger Steinbruch wird bereits seit fast einem Jahr Öko-Strom erzeugt. Nun wird nördlich von Ulrichsberg der nächste Solarpark avisiert.

Foto: Archiv/privat

Seit knapp einem Jahr werkeln auf einem Hochplateau im Rüblinger Steinbruch bereits Tausende Solarzellen und erzeugen dort Öko-Strom. Nun soll auf dem Territorium der Kommune ein weiterer Photovoltaik-Park entstehen, um die Umsetzung der Energiewende voranzubringen.

Nördlich des 40-Seelen-Weilers Ulrichsberg wird - angrenzend an den Rechbach - auf einem bisher landwirtschaftlich genutzten Südhang der neue 7,4 Megawatt-Solarpark "Ulrichsberg" gebaut werden. Damit können nach Angaben des verantwortlichen Projektierers mittels kristalliner Solarmodule 7,4 Millionen Kilowattstunden "grüner" Strom erzeugt werden.

Erste Schritte werden gegangen

Nicht nur die gute Sonnen-Exposition spricht für den Ort, sondern auch dessen Zugänglichkeit: Die Erschließung der Fläche kann direkt von der B19 über die Verbindungsstraße zwischen den Ortsteilen Weckhof und Rechbach erfolgen. Die Weiler bleiben davon unberührt. Erste verfahrensrechtliche Schritte werden gegangen: die Einleitung eines Planverfahrens für die Aufstellung des Bebauungsplans sowie für die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans.

Der Öko-Aspekt wirkt indes gleich doppelt: Nicht nur wird mit der Anlage effizient und ressourcenschonend Solarenergie erzeugt - sondern es werden, wie bei jedem größeren Eingriff in Naturräume, ökologische Ausgleichsmaßnahmen fällig. Ebendiese sollen laut Planern dann in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde und der Kommune festgelegt werden.

In anderthalb Jahren könnte es losgehen

Erfahrungsgemäß könnte bereits auf dem Grundstück der Anlage selbst Öko-Kompensation - etwa in Form von Eingrünungen - betrieben werden. Daher würden meist keine weiteren Flächen beansprucht. Alternativ könne man gegebenenfalls auch kommunale Ökopunkte verwenden, heißt es in einem entsprechenden Konzept, das die verantwortlichen Planer im Gemeinderat vorstellten.

In etwa anderthalb Jahren könnte der Bau starten. Die Fläche bleibt unversiegelt, so dass nach der üblichen Laufzeit von 20 bis 30 Jahren die Anlage komplett zurückgebaut und wieder als Landwirtschaftsfläche genutzt werden kann.

Kommunen können Strom vor Ort vermarkten

Derartige Solaranlagen sind mittlerweile unter diversen Kraftwerk-Typen die kostengünstigste Form der Stromerzeugung. Daher ist eine Realisierung lohnenswert - auch ohne Fördermechanismen, wie etwa die Vergütungen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Was den Kommunen wiederum die Chance bietet, den regional erzeugten Strom direkt vor Ort zu vermarkten. Nicht zuletzt auch deswegen hat Sonnenenergie mittlerweile eine hohe Akzeptanz bei den Verwaltungen - und schießen Solarparks nunmehr fast wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden.


Christian Nick

Christian Nick

Autor

Christian Nick ist Redakteur bei der Heilbronner Stimme/Hohenloher Zeitung. Schwerpunktmäßig betreut er die Kommunen Kupferzell, Neuenstein und Waldenburg – schreibt aber auch über alles andere gerne.

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