In der Hohenloher Scheune werden wieder Weine ausgeschenkt

Öhringen  Die Hohenloher Scheune auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände in der Cappelaue ist wieder geöffnet. Maximal 100 Besucher sind zugelassen. Diese müssen sich an die Hygiene-Regeln halten.

Von Juergen Koch
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Wer das Gelände der Scheune betritt, muss Name und Adresse hinterlassen.

Feine Weine, Vesper und sonntags auch warme Speisen - das gibt es immer noch. Und dennoch ist für die Besucher der Hohenloher Scheune in Corona-Zeiten einiges anders. Wer das mit Seilen begrenzte Gelände in der Öhringer Cappelaue betritt, muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen, erst mal Namen und Adresse hinterlassen, seine Hände desinfizieren, bekommt dann einen Sitzplatz zugewiesen und darf erst dort seinen Mund-Nasen-Schutz abnehmen. Kein Problem für das Ehepaar Lechler aus Öhringen. "Gesundheit geht vor", sagt Birgit Lechler. "Gesellig beinanderhocken wie sonst würde uns natürlich noch besser gefallen, aber man muss sich auch mit etwas abfinden", meint ihr Mann Manfred und freut sich an einem gut gekühlten Riesling.

Ausschließlich Sitzplätze, Stehtische gibt es nicht

So wie den Lechlers geht es den meisten Gästen, die gleich beim ersten Scheunen-Öffnungstag am Mittwoch wieder ein Stück mehr Normalität genießen wollen. Während sich die rund 40 Gäste beim Start um 17 Uhr noch locker auf dem Gelände verteilen, sind zwei Stunden später so gut wie alle der auf hundert begrenzten Sitzplätze besetzt. Stehplätze wie in den Vorjahren sind tabu. "Wir freuen uns, dass es nach harten Wochen endlich wieder losgeht und wünschen allen Öhringer Gastronomen, dass es wieder gut anläuft", sagt Oberbürgermeister Thilo Michler. "Man merkt, dass die Leute jetzt einfach raus wollen", meint Alexandra Siller vom Weingut Schneckenhof in Geddelsbach, das die erste Scheunen-Woche bewirtet. Eberhard Brand von der Weinkellerei Hohenlohe hofft, dass die Gäste "für die erforderlichen Schutzmaßnahmen Verständnis aufbringen und das Ganze nicht als Schikane sehen".

Namen und Anschrift der Besucher werden erfasst

Weine und ein weiteres Stück Normalität bei Hohenloher Wengertern genießen

Auch zahlreiche Vertreter der beteiligten Weingüter und der Stadt Öhringen genossen die etwas zeitverzögerte Eröffnung der Hohenloher Scheune.

Foto: Juergen Koch

Doch das scheint bereits recht gut zu funktionieren. "Die Leute akzeptieren das völlig problemlos", sagt Helene Müller, die am Eingang die Namen der Besucher erfasst. Auch die Abstandsmarkierungen an der Wein- und Speisenausgabe werden eingehalten. Mit einem trockenen Grauburgunder sitzen Edit Sattler und Anette Kiemes aus Öhringen in der Abendsonne. Auch sie freuen sich, dass es "wieder losgeht". Am liebsten kommen die beiden, "wenn wenig los ist wie bei Regenwetter", meint Anette Kiemes.

Da werden sie in den nächsten Tagen wohl eher Pech haben. Nach dem gut besuchten Start scheint die Popularität der "Scheune" auch in Corona-Zeiten ungebrochen zu sein.

 

Öffnungszeiten der Hohenloher Scheune

In der Hohenloher Scheune bieten bei gutem Wetter noch bis 27. September im wöchentlichen Wechsel Betriebe des Vereins "Die Weingüter Bretzfeld", der Weinhof Dieroff aus Michelbach und die Weinkellerei Hohenlohe Weine und kleine Speisen an. Geöffnet: mittwochs bis samstags von 17 bis 21, sonn- und feiertags von 11 bis 21 Uhr. Weitere Infos: www.hohenloher-scheune.de

 

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