Mehr Geld für die Ernsbacher Mitte

Land stellt weitere 750 000 Euro in Aussicht

Von Hagen Stegmüller

<p>So schmucke Häuser wie dieses soll es in der Ernsbacher Ortsmitte künftig häufiger geben. Das Land und die Stadt unterstützen Hausbesitzer bei der Renovierung von Gebäuden mit viel Geld. (Foto: Archiv / Hagen Stegmüller)</p>

So schmucke Häuser wie dieses soll es in der Ernsbacher Ortsmitte künftig häufiger geben. Das Land und die Stadt unterstützen Hausbesitzer bei der Renovierung von Gebäuden mit viel Geld. (Foto: Archiv / Hagen Stegmüller)

 

"Nach Auffassung des Regierungspräsidiums steckt in Ernsbach viel Dynamik dahinter", sagt Forchtenbergs Bürgermeister Uwe Gysin. Zwei Vertreter der Behörde hatten sich vor Ort nach dem Stand des Sanierungsprogramms erkundigt. Bisher hat das Land einen Zuschuss von 800 000 Euro bewilligt, von der Stadt kommen 500 000 Euro. Wenn das Land seinen Beitrag erhöht, wird auch die Stadt nochmals eine halbe Million Euro locker machen. Insgesamt werden sich die Fördermittel dann auf 2,5 Millionen Euro ausweiten.

Hausbesitzer, die bei der Sanierung mitmachen, können mit maximal 40 000 Euro Zuschuss rechnen. Von der Heizung bis zur Toilette wird so ziemlich alles gefördert, was die Substanz eines Gebäudes verbessert. Die Stadt geht davon aus, dass rund 15 Grundstückseigentümer Mittel beantragen. "Es kommen immer wieder welche dazu", weiß Gysin. Eine Info-Veranstaltung in der Pachthofscheuer hatte dem Projekt zusätzlichen Schub verliehen.

Manche Hausbewohner haben mit der Renovierung schon begonnen und bei der Stadt ihre Handwerker-Rechnungen eingereicht. In der Regel werden 35 Prozent der Kosten übernommen. Die Stadt selbst tritt ebenfalls als Sanierer auf. Sie kümmert sich um die Aufwertung von Kelter und Synagoge.

Zur Verwirklichung eines attraktiven Ernsbacher Ortskerns gehören auch die Arbeiten, die am 3. Januar rund um die Kelter beginnen. Im Weinberg- und Schellenbergweg werden exakt 100 Jahre alte Wasserleitungen ausgetauscht. Der Ingenieur Luis Heink hatte im November 1904 damit begonnen, Ernsbach mit Wasserrohren zu versorgen. Ausgetauscht werden auch zerschlissene Abwasserkanäle.

Zunächst war vorgesehen, den Bereich um die Kelter durch Pflaster aufzuwerten. Dieser Wunsch vieler Ernsbacher wird nicht in Erfüllung gehen. Der Ortschaftsrat befürchtet, Spaziergänger und Autos könnten bei nasser Witterung ins Rutschen geraten. Nun werden die Straßenabschnitte asphaltiert, lediglich die Ränder gepflastert. Bis Juni 2005 soll alles fertig sein.

Immer noch nicht eingeweiht ist derweil das mit viel Aufwand renovierte Amtshaus. "Der richtige Zeitpunkt hat sich noch nicht ergeben", sagt Gysin. Im Außenbereich seien noch Arbeiten zu erledigen. Eine kleine Feier werde es aber auf jeden Fall geben.

So schmucke Häuser wie dieses soll es in der Ernsbacher Ortsmitte künftig häufiger geben. Das Land und die Stadt unterstützen Hausbesitzer bei der Renovierung von Gebäuden mit viel Geld. (Foto: Archiv / Hagen Stegmüller)