Zeichen der Verbundenheit

Pfedelbach - Wappen sind mehr als nur ein Aushängeschild, ein öffentliches Zeichen. Sie geben ein Stück Geschichte wieder und weisen auf die Besonderheit und Tradition einer Gemeinde hin. Wer das Wappen der früher selbständigen Gemeinde Windischenbach betrachtet, dem fällt ein Bockshorn auf.

Pfedelbach - Wappen sind mehr als nur ein Aushängeschild, ein öffentliches Zeichen. Sie geben ein Stück Geschichte wieder und weisen auf die Besonderheit und Tradition einer Gemeinde hin. Wer das Wappen der früher selbständigen Gemeinde Windischenbach betrachtet, dem fällt ein Bockshorn auf. Es weist hin auf die Verbundenheit mit Pfedelbach, das im Wappen ebenfalls ein Steinbockshorn führt.

Brief

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann landesweit das Interesse an kommunaler Heraldik wieder aufzublühen. So schrieb auch das Bürgermeisteramt Pfedelbach am 22. Juli 1966 an das Archivbüro in Stuttgart, dass der Gemeinderat beschlossen habe, "um die Verleihung eines eigenen Wappens für die Gemeinde Windischenbach nachzusuchen". Zu Windischenbach gehören der Burghof, Klingenhof, Lindelberg, Stöckig und Weißlensberg.

Am 15. Dezember 1966 war es soweit: Windischenbach bekam grünes Licht für ein eigenes Wappen, verliehen vom Innenministerium. Die Blasonierung des Wappens lautet: "In von Silber (Weiß) und Rot gespaltenem Schild vorne eine blaue Traube am grünen Stil, hinten ein silbernes (weißes) Bockshorn". Im Landesarchiv in Stuttgart ist folgende Wappendeutung zu lesen: "Die Weintraube bezieht sich auf den Weinbau in Windischenbach, während das Bockshorn als Wappenfigur des Ortsadels von Pfedelbach, sowohl an dieses Geschlecht, das 1394 Besitz von Windischenbach an das Stift Öhringen schenkte, als auch an die allgemeinen geschichtlichen Beziehungen Windischenbachs zu seinem Mutterort Pfedelbach erinnert. Windischenbach hieß 1364 Windischen-Phedelbach". Erstmals urkundlich erwähnt anno 1304, wurde es im Jahr 1401 zu Windischenbach. Das Wappen ist heute außen am Treppenaufgang des ehemaligen Schul- und Rathauses in Windischenbach zu sehen. Bis Mitte 1971 zierte es auch noch das gemeinsame Nachrichtenblatt der Gemeinden Pfedelbach, Harsberg und Windischenbach.

Fund

Im Mutterort Pfedelbach ist das Heimatmuseum eine wahre Wappen-Fundgrube. Josef Kruck deutet auf einen Zinnteller hin, in dessen Mitte das Windischenbacher Wappen prangt. Fast zu übersehen, aber dennoch eine große Entdeckung für Kruck ist ein Schlüsselanhänger. Darauf steht "700 Jahre Windischenbach". Er hat ihn im Internet entdeckt und sofort gekauft.

Ein erster Beitrag zu Wappen aus der Gemeinde Pfedelbach ist am 22. Juni in der HZ erschienen.