Stiefelweitwurf und Rasenski

Spieletag der Albert-Schweitzer-Schüler auf dem Golberg

Von Regina Koppenhöfer

Beim Sport- und Spieletag hatten die Schüler viel Spaß.Foto: Regina Koppenhöfer

Öhringen - „Ich find’s okay. mit den Kleinen. Man soll ja auch Verantwortung tragen“, sagt Natascha (15) ganz ernsthaft. Eben noch war sie mit Lehrern und Mitschülern zum Golberg hinauf gewandert. Nun hat die Neuntklässlerin die Mädels und Jungs der Riege 11 um sich geschart. Vom Erstklässler bis zum Oberstufenschüler ist alles dabei.

Einen Vormittag lang hat Natascha die Verantwortung für ihre kleine Truppe übernommen. Die 15-jährige kümmert sich darum, „dass alle zusammen sind und dass alles okay ist“. Beim Sport- und Spieletag auf dem Golberg, den die Öhringer Albert-Schweitzer-Schule zum ersten Mal veranstaltet, geleiten ein gutes Dutzend Riegenführer die Schulkameraden durchs Spielgelände.

Sozialer Aspekt Mal etwas anderes als die wettkampforientierten Bundesjugendspiele, die es nach wie vor an der Schule geben wird, wollte man anbieten, erklärt Mechthild Fischer die Idee des Sport- und Spieletags. „Der Gedanke ist, Spaß zu haben. Und der soziale Aspekt ist uns auch wichtig“, erläutert die Konrektorin. Kern der Sache sei es auch, dass die Schüler „in altersgemischten Gruppen etwas miteinander machen und zusammenhalten. Das ist schon spannend“, sagt Mechthild Fischer.

Beim Anblick der rund 110 fröhlichen, ausgeglichenen Schüler ist Schulleiterin Marie-Luise Tschannadi sichtlich zufrieden. Die Rektorin erläutert, dass drei Ziele mit dem Projekt verfolgt würden: zum einen das gegenseitige Kennenlernen von älteren und jüngeren Schülern. Dieses sieht man als Gewaltprävention. Nebenbei gebe es dann auch noch den sportlichen Effekt, und eine bunte Bereicherung fürs Schulleben sei der Spieletag darüber hinaus.

Munteres Treiben Die Rechnung der Schule geht auf. Munteres Treiben herrscht zwischen den 14 Spielstationen auf dem Golberg. Im Einsatz ist das Spielmobil des Landkreises: Schrubberslalom, Stelzen, Torwandschießen, Wäscheleinestaffel, Rasenski oder auch ein Rollerparcours stehen für die Kids bereit.

„Ich fand den Gummistiefelweitwurf witzig“, erzählt Natascha lachend. Jetzt aber ist Dosenwerfen dran. Hussain (7), der jüngste in Riege 11, schießt fünf Dosen vom Tisch. Johannes (14) hat sieben, Benedict (11) zehn Treffer. Bestes Mädchen ist Christina (10). Nach ihrem Wurf liegen neun Dosen auf der Wiese verstreut herum.

Viel Lob „Die Schüler sind alle spitze“ freut sich Lehrerin Elke Bolwerk. Auch ihr macht der Sport- und Spieletag sichtlich Spaß. Passend zum Anlass hat sie heute ein T-Shirt angezogen, auf dem steht: „Lust auf ein Spielchen?“ Elke Bolwerk geizt nicht mit Lob: „Die Schüler sind sehr diszipliniert und sie helfen gut mit.“ Auch Florian (13) freut sich über den Sport- und Spieletag. Lachend meint er: „Da braucht man nichts lernen, da hat man Spaß. So einen Tag sollte es öfter geben.“


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