Kleiner Ort mit Herz präsentiert sich

Möglingen macht zuversichtlich mit beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Von Hartmut Müller

Es gab viel zu sehen und zu hören für die Bewertungskommission in Möglingen. Ortsvorsteher Volker Kurz (links) erklärte, wo es lang geht.Foto: Hartmut Müller

Öhringen - Großer Bahnhof für die Bewertungskommission vor dem ehemaligen Bahnhofsgebäude in Möglingen. Dem Besuch des Gremiums, das in Sachen Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ durch den Hohenlohekreis reiste, „hat Möglingen schon lange entgegen gefiebert“, ließ Ortsvorsteher Volker Kurz wissen.

Dass für diesen Tag und die Zukunft die Weichen im Öhringer Stadtteil am Kocher gestellt sind, war zu sehen und zu hören. Die Zeit ist hier nicht stehen geblieben an der Haltestation der ehemaligen Kochertalbahn. „Seit Möglingen als Stadtteil bei Öhringen ist, ist es aufwärts gegangen“, lobte der Ortsvorsteher. Schon das „Sahnehäubchen“ Dorfplatz, mit dem restaurierten, ehemaligen Bahnhöfle als Küche, dem Waggon mit WC, dem Güterschuppen und dekorativem Drumherum beeindruckte.

„Viel Herzblut und Eigenleistung“ hängen an diesem Dorfplatz“, sagte Kurz. Auch bei anderen Projekten gingen die Einwohner engagiert ans verschönernde Werk. Unweit davon das schmucke Rathaus, das ein Backhaus beherbergt und Gemeinschaftsräume. Dahin wurde die Bewertungskommission begleitet von Mitgliedern des Ortschaftsrats, des Kirchengemeinderats, von Pfarrerin Nadja Elbe sowie von interessierten Frauen und Männern aus dem „Dorf mit Herz“, wie Kurz betonte. „Das sind wir!“ steht auf einem großen Wandbild im Foyer des Rathauses. Die Gesichter fast aller 275 Einwohner, angeordnet in Herzform, schauen die Besucher an.

Viele Informationen Professionell vorbereitet, wurde der Kommission Möglingen digital präsentiert. Es gab Fakten und Bilder über die Entwicklung und wirtschaftlichen Initiativen, über soziale und kulturelle Aktivitäten, bauliche Gestaltung und Entwicklung, grünes Gestalten und zu den Visionen.

So informiert ging’s durch den Ort, der zwei gastliche Stätten hat, Bauplätze bereit hält, wo Scheunen zum Wohnen umgebaut wurden und es eine öffentliche Wasserentnahmestelle gibt. Die Hochwasserschutzmaßnahmen passen sich dem Ortsbild an. Und der Übergang vom alten Ortskern ins neue Wohngebiet ist mit viel Grün gut gelungen.

Maßnahmen zur Energieeinsparung waren ebenso wenig zu übersehen wie ein frisch geputztes Hausdach, auf das der Eigentümer mit Hochdruckreiniger stieg. Dass sich die Bewohner wohl fühlen, verkörpert wohl auch Heidrun Gänssler. Sie hatte im Vorgarten ihre Staffelei aufgestellt und malte. Nicht nur die Landwirtschaft ist im malerischen Möglingen zu Hause, auch Unternehmen wie Elektriker und Maurer haben hier ihren Platz. Plätze zum Feiern sind angelegt. Groß sind in Möglingen die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, privat und im Vereinsleben. „Was wir hier sahen und hörten, hat sehr beeindruckt“, verabschiedete sich Dr. Wolfgang Eißen vom Landwirtschaftsamt, der die Kommission anführte.